Gleich zwei besondere Himmelsereignisse gibt es an diesem Mittwochabend in Berlin zu sehen: eine partielle Sonnenfinsternis sowie den Höhepunkt des Perseiden-Meteorstroms. Wer in Berlin die Sonnenfinsternis sehen will, sollte ab 19.15 Uhr in den Himmel blicken – natürlich aber nur mit einer speziellen Sonnenfinsternisbrille, um die Augen zu schützen.
Gegen 20.08 Uhr wird sich der Mond zu etwa 85 Prozent vor die Sonne geschoben haben, das ist die maximale Bedeckung, die hier zu sehen ist, wie die Stiftung Planetarium Berlin mitteilt. Gegen 20.37 Uhr endet das Schauspiel.
Leserfotos einer himmlischen Sommernacht
Wie erleben Sie die Sonnenfinsternis und die Sternschnuppennacht in Berlin? Teilen Sie mit uns Ihre schönsten Eindrücke und senden Sie uns Ihre Bilder per Mail an berlin@tagesspiegel.de.
Wenige Stunden danach erreicht der Strom der Perseiden seinen Höhepunkt. Der jährlich zu beobachtende Sternschnuppenschauer ist dieses Jahr voraussichtlich besonders gut sichtbar, da Neumond herrscht. Unter optimalen Bedingungen sollen ab 22 Uhr bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein – allerdings nur bei ganz dunklem Himmel.
So erlebt Berlin die Nacht der astronomischen Highlights.
10.000 SoFi-Brillen bereits vergriffen
Eine riesige Menschenmasse tummelt sich am Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg. Die bestellten 10.000 Sonnenfinsternis-Brillen sind bereits vergriffen. Grund dafür ist ein doppeltes Naturspektakel: eine partielle Sonnenfinsternis und der Höhepunkt des Perseidenschauers. “Mit so einem Andrang haben wir nicht gerechnet”, sagt eine Organisatorin. Astro-Fans erwartet Abend ein vielfältiges Programm im Planetarium: Dabei sind unter anderem Vorträge zur Sonnenfinsternis und eine gemeinsame Beobachtung auf der umliegenden Wiese.
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Hunderte Meter Schlange vor Berliner Planetarium
Wenige Stunden vor Beginn der Spektkels versuchen zahlreiche Berlinerinnen und Berliner, noch eine Sonnenfinsternis-Brille zu ergattern. Vor dem Zeiss-Großplanetarium in Prenzlauer Berg spielen sich chaotische Szenen ab: Mehrere Schlangen haben sich gebildet, Planetarium-Mitarbeiter laufen durch die Menge und rufen an mehreren Stellen: „Hier ist nicht die Schlange!“ Daraufhin stürmen Hunderte weg von einer Stelle zu einer anderen, manche werden aggressiv bei Vordränglern. „Was willst du, Alter?“, ruft einer.
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