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GOLD! GOLD! GOLD! Aachen bebt, Deutschland jubelt! Die deutschen Dressur-Stars haben bei der Heim-WM Mannschafts-Gold gewonnen. Vor 18.000 Zuschauern ritten Raphael Netz (27), Frederic Wandres (39), Katharina Hemmer (32) und Isabell Werth (57) zum Titel. Platz 1 mit 235,063 Prozentpunkten vor Großbritannien (231,445) und Titelverteidiger Dänemark (229,426). Es ist das 13. deutsche Mannschafts-Gold seit 1966 und das erste seit 2018 in Tryon (USA).

„Unglaublich. Wahnsinn. Das ist der gewünschte Erfolg, für den alle Beteiligten vor und hinter den Kulissen lange und intensiv gearbeitet haben. Gleichzeitig ist es die Qualifikation für Los Angeles 2028. Und zu Hause bei der Heim-WM den Titel zu holen, was gibt es Schöneres?“, strahlt Equipe-Chef Klaus Roeser (62) im Gespräch mit BILD.

Emotionen, Glück, Liebe! Katharina Hemmer bekommt den Gold-Kuss von Tom Sanders

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Foto: Uwe Anspach/dpa

Raphael Netz (27/Moosburg bei München) hatte auf dem 15-jährigen Wallach Great Escape Camelot (73,789) den Auftakt gemacht. Bei seiner WM-Premiere blieb Netz extrem cool, lieferte aber das Streichergebnis fürs Team. Seiner Runde gab er die „Schulnote 2 plus“. Und: „Ich habe schon gemerkt, dass wir sehr herzlich willkommen geheißen wurden vom deutschen Publikum. Das hat uns auf den Sandplatz getragen, über den heiligen Rasen.“

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Frederic Wandres (39/Hagen a. T. W.) zeigte mit seinem Oldenburger Wallach Bluetooth (16) eine sehr ordentliche Runde (75,963), die beste Prüfung des ersten Tages. Deutschland lag zur Halbzeit vorn. Bundestrainerin Monica Theodorescu warnte: „Das waren gute Runden, aber es ist erst Halbzeit.“

Dann sorgte Mannschafts-Europameisterin Katharina Hemmer (32/Erwitte) mit ihrem 14-jährigen Wallach Denoix für Begeisterungsstürme im Aachener Hauptstadion. Das Richterurteil für ihren Grand Prix: 79,224! Rekord für das Paar, und dann noch bei der WM. Das war ein Hemmer!

Unsere goldenen Reiter von Aachen! Die deutsche Dressur-Equipe (v.l.): Frederic Wandres, Isabell Werth, Raphael Netz und Katharina Hemmer

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Foto: picture alliance/dpa

Beim Rausreiten kullerten die Tränen. „Ich habe mich super gefreut, dass er das so toll gemacht und sich heute so selbstbewusst nach Hause gebracht hat. Da kann man schon mal ein bisschen emotional berührt sein“, erklärt Hemmer. Und: „Wenn dann die Punkte auf die Tafel kommen, bekommt man schon eine Gänsehaut.“

Den Titel sicherte Rekord-Olympiasiegerin Isabell Werth mit ihrer Stute Wendy (79,876). Die Juristin aus Rheinberg hatte die WM-Eröffnungsfeier am Vorabend vorzeitig verlassen, um sich zu fokussieren. Werth zu BILD: „Alle Menschen meinen es ja gut, aber man muss dann auch mal weg und sich fokussieren.“

Freut sich über ihre 13. WM-Medaille! Nach Mannschafts-Gold bei den Olympischen Spielen jetzt auch Platz 1 mit dem Team bei der Heim-WM: Isabell Werth auf ihrer Rappstute Wendy

Freut sich über ihre 13. WM-Medaille! Nach Mannschafts-Gold bei den Olympischen Spielen jetzt auch Platz 1 mit dem Team bei der Heim-WM: Isabell Werth auf ihrer Rappstute Wendy

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Vor dem finalen Grand Prix sagte Theodorescu: „Isabell kann ja jetzt erstmal entspannt reiten. Die anderen haben gute Vorarbeit geleistet. Jetzt versuchen wir es, es nach Hause zu kriegen.“ Werth tat es und gewann ihre insgesamt 13. WM-Medaille, die zehnte in Gold. 20 Jahre nach der Heim-WM 2006, bei der sie zweimal Gold und einmal Bronze gewann. „War super“, jubelte Werth erleichtert beim Ausreiten aus dem Stadion. Wohl wissend, dass zwei Fehler ein paar Punkte gekostet hatten.

  • Stark: Alle vier deutschen Reiter gehören zu den Top 30, die sich für den Grand Prix Spezial am Freitag, die erste Einzelentscheidung, qualifizierten.