Familienhaus in der Natur: In Australien schuf sich ein Paar mit Kind ein Zuhause, das eine Neuinterpretation einer Scheune ist – und die Natur in den Vordergrund stellt.

Byron Bay ist weltweit als Sehnsuchtsort bekannt. Die goldgelben Sandstrände locken gleichermaßen Locals wie Tourist:innen an, im Wasser tummeln sich Surfer:innen auf der Suche nach der perfekten Welle. Wer einmal hier war, vergisst diesen Ort – halb Hippie-Enklave, halb Urlaubsparadies – nicht so schnell. Weil Cape Byron der östlichste Punkt des australischen Festlands ist, sind die Sonnenaufgänge hier besonders spektakulär. Doch auch wer dem Meer den Rücken kehrt, wird von der Natur nicht enttäuscht: Das Hinterland des Byron Shire ist grasgrün, die weiten Felder sind von ­kleinen Regenwaldinseln durchzogen.

Haus mit Holzlatten Australien

Von außen erinnert das Haus an einen modernen Bauernhof. Oder doch an die Neuinterpretation eines Midcentury-Pavillons? Fest steht: Die Zeit wird die regelmäßigen Holzlatten silbergrau färben, sodass das Ensemble mit seiner Umgebung verschmilzt.

Tom RossEin Familienhaus im Einklang mit der Natur

In Ewingsdale, einer Ortschaft fünf Kilometer vom Wasser entfernt, haben der Projektentwickler Henry Tervenski und seine Frau, die Interiordesignerin und Influencerin Olive Cooke, Wurzeln geschlagen. Mit dem Bau ihres Hauses beauftragten die Eltern einer kleinen Tochter Fraser Mudge, der in Byron Bay lebt. „Wir ­wollten ein Haus bauen, das sich so nahtlos wie möglich in die Landschaft einfügt“, erzählt der Architekt im Videocall. Es ist Anfang Juni, und Mudge trägt eine Fleecejacke. In Australien hat soeben der Winter begonnen, der im Norden von New South Wales allerdings recht mild verläuft. Ab Dezember aber wird es hier richtig heiß. Deswegen wünschte sich die Familie ein Haus, das die Sonne im Winter willkommen heißt und im Sommer vor der Hitze schützt.