Ende August
Nur sechs Minuten sichtbar: Partielle Mondfinsternis über Dresden
12.08.2026 – 20:30 UhrLesedauer: 3 Min.
Partielle Mondfinsternis (Symbolbild): Am 28. August ist für wenige Minuten eine partielle Mondfinsternis über Dresden zu sehen. (Quelle: Patrick Pleul/dpa/dpa-bilder)
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Dresden erwartet Ende August das nächste Himmelsschauspiel. Doch ausgerechnet die eindrucksvollste Phase spielt sich unmittelbar vor dem Monduntergang ab.
Früh aufstehen lohnt sich am Freitag, 28. August: Über Dresden ist in den Morgenstunden eine partielle Mondfinsternis zu sehen. Der Vollmond wandert dabei so weit in den Kernschatten der Erde, dass nur ein kleiner Teil seiner Scheibe außerhalb des dunklen Schattens bleibt.
Den höchsten Verfinsterungsgrad erreicht der Mond um 6.12 Uhr. Viel Zeit bleibt danach nicht mehr: Bereits um 6.18 Uhr geht er in Dresden unter. Wer das Maximum verfolgen will, benötigt deshalb vor allem einen freien Blick bis hinunter zum westlichen Horizont.
- Sonnenfinsternis und Perseiden: Wann man sie in Dresden am besten sehen kann
Die sogenannte Magnitude der Finsternis beträgt 0,930. Dieser Wert beschreibt, welcher Anteil des Monddurchmessers maximal vom Kernschatten bedeckt wird. Auch andernorts wird die Finsternis am 28. August nicht total.
Mondfinsternis über Dresden beginnt mitten in der Nacht
Vom Beginn der Halbschattenphase bis zum Monduntergang dauert es zwar zwei Stunden und 54 Minuten, sehen kann man die partielle Mondfinsternis in Dresden aber nur wenige Minuten. Los geht das astronomische Ereignis bereits um 3.23 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt tritt der Mond in den Halbschatten der Erde ein. Die Veränderung ist aber mit bloßem Auge nur schwer auszumachen. Über Dresden befindet sich der Mond dann noch 20,7 Grad über dem Horizont im Südwesten.
Gut eine Stunde später wird die Finsternis wesentlich deutlicher. Um 4.33 Uhr erreicht der Kernschatten den Mond. Von diesem Moment an wächst der sichtbar verdunkelte Bereich der Mondscheibe. Der Mond steht zu Beginn dieser Phase noch 13,3 Grad hoch im Südwesten. Teile der verfinsterten Oberfläche können dabei einen rötlichen Farbton annehmen.
Anschließend sinkt der Mond immer weiter in Richtung Horizont. Um 6.12 Uhr ist die größte Verfinsterung erreicht. Für Dresdner Beobachter befindet sich der Mond dann nur noch 0,4 Grad über dem Horizont im Westsüdwesten.
Sechs Minuten später ist das Schauspiel am Himmel über Dresden vorbei: Um 6.18 Uhr geht der Mond schon unter.
Häuser und Bäume können die Sicht versperren
Die letzten Minuten sind für Beobachter besonders schwierig. Der Mond steht dann nur noch extrem tief am Himmel – so niedrig, dass er kaum noch über dem Horizont zu sehen ist.
Damit kann bereits eine Baumreihe oder ein entferntes Gebäude ausreichen, um die Sicht zu verdecken. Wer einen geeigneten Beobachtungsort sucht, sollte daher weniger auf einen möglichst dunklen Platz achten als auf freie Sicht nach Westsüdwesten. Eine erhöhte Position kann ebenfalls von Vorteil sein.
