Ein nicht zugelassenes abgestelltes Fahrzeug steht in einer Straße in Altona.

AUDIO: Schrottautos kosten Hamburg über 400.000 Euro (1 Min)

Stand: 13.08.2026 06:49 Uhr

Schrottautos blockieren in Hamburg Parkplätze und sind in einigen Fällen auch eine Gefahr für die Umwelt. Das Abschleppen, Lagern sowie das Entsorgen oder Versteigern hat die Stadt in diesem Jahr bereits mehr als 400.000 Euro gekostet. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion hervor.

Am meisten Schrottautos, nämlich 1.664, wurden bislang in diesem Jahr im Bezirk Hamburg-Mitte registriert. Mit 143 Fahrzeugen gab es die wenigsten im Bezirk Eimsbüttel. Genaue Zahlen für ganz Hamburg gibt es nicht, denn nicht alle Bezirke führen entsprechende Listen, heißt es in der Senatsantwort.

Roter Warnhinweis vor dem Abschleppen

Werden Schrottautos entdeckt, kleben die Behörden zuerst einen roten Warnhinweis an die Autos: „Entfernen Sie ihr Fahrzeug oder es wird nach einem Monat entfernt“, heißt es da. Die meisten Fahrzeughalter kämen dieser Aufforderung fristgerecht nach, heißt es vom Senat.

Viele Fahrzeuge in Harburg abgeschleppt

Abgeschleppt wurden auf Steuerzahlerkosten in Altona zum Beispiel nur 25, im Bezirk Hamburg-Nord 111 und in Harburg mehr als 400 Fahrzeuge. Wie lange die Schrottautos allerdings rumstehen, bis sie endgültig abgeschleppt werden, kann der Senat nicht sagen. Markus Kranig (CDU) fordert deutlich mehr Tempo: „Öffentlicher Raum ist kein kostenloser Abstellplatz“, sagt er.

Ermittelten Besitzern droht Bußgeld

Einmal abgeschleppt werden die meisten Fahrzeuge verschrottet, ein Teil versteigert und einige auch zurückgegeben. Wenn Besitzerinnen und Besitzer der Schrottautos ermittelt werden können, droht ihnen ein Bußgeld. Im vergangenen Jahr hat der Bezirk Eimsbüttel damit rund 21.000 Euro eingenommen – in diesem Jahr sind es bereits 26.000 Euro.

Rote Hinweiszettel des Bezirksamts Hamburg kleben auf Autos.

Mehr als 4.000 Autos gammeln in Hamburg am Straßenrand vor sich hin. Die CDU will die Fahrzeughalter konsequenter zur Verantwortung ziehen.