Blaualgen in der Ostsee

AUDIO: Nachrichten 07:00 Uhr – 13.08.2026 (4 Min)

Stand: 13.08.2026 08:10 Uhr

Mit Infoständen in Kiel, Eckernförde, Flensburg und Lübeck startet Greenpeace eine Aktionswoche für den Ostseeschutz. Die Umweltschützer warnen vor Überdüngung und steigenden Wassertemperaturen in der Ostsee.

von Moritz Kodlin

Die Umweltorganisation Greenpeace startet am Donnerstagmittag ihre Aktionswoche zum Schutz der Ostsee. Mit Infoständen in Kiel, Eckernförde (Kreis Rendsburg-Eckernförde), Lübeck und Flensburg wollen die Umweltschützer nach eigenen Angaben auf die Überdüngung und Überhitzung der Ostsee aufmerksam machen.

Greenpeace zur Ostsee: „Tote Zonen wegen Überdüngung“

An den Infoständen zeigt Greenpeace unter anderem Unterwasseraufnahmen. Sie sollen den Unterschied zwischen einem intakten Meeresgrund und sogenannten toten Zonen zeigen. Das sind Flächen, auf denen wegen Überdüngung keine Pflanzen und Tiere überleben können.

Auftakt in Kiel: Greenpeace geht vor Ort ins Gespräch

„Gerade in der Urlaubszeit möchten wir mit den Menschen ins Gespräch kommen und zeigen, wie man zum Schutz des Meeres beitragen kann“, sagt Markus Bürgener von Greenpeace Kiel. Zum Auftakt steht die Umweltschutzorganisation am Donnerstag in der Landeshauptstadt an der Kiellinie. Weitere Infostände sind unter anderem am Freitag auf dem Marktplatz in Glücksburg sowie am Sonnabend in Eckernförde und Sonntag in Travemünde geplant.

Übersicht der Veranstaltungen in Schleswig-Holstein:

Termine:
Donnerstag, 13. August 2026 (14 bis 17 Uhr)
Dienstag, 18. August 2026 (11 bis 15 Uhr)

Adresse: Kiellinie 61a, 24105 Kiel

Termine:
Sonntag, 16. August 2026 (11 bis 17 Uhr)

Adresse: Strandpromenade in 23570 Travemünde, Höhe Lotsenturm/Strandterrasse

Termine:
Sonntag, 16. August 2026 (12:30 bis 16 Uhr)

Adresse: Hafenspitze in 24937 Flensburg, Am Kanalschuppen

Termine:
Freitag, 14. August 2026 (11 bis 14:30 Uhr)

Adresse: Marktplatz am Schlossplatz von 24960 Glücksburg

Termine:
Sonnabend, 15. August 2026 (10 bis 16 Uhr)
Dienstag, 18. August 2026 (10 bis 16 Uhr)

Adresse: Hafenspitze Eckernförde, Ostsee Info Center, Langebrückstr. 110

Tobias Goldschmidt: „Höchste Zeit“ für Ostseeschutz

Auch Umweltminister Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen) wirbt für mehr Ostseeschutz. Es sei höchste Zeit, besser auf die Ostsee aufzupassen. „Wir müssen wieder lernen, mit der Natur zu leben und nicht gegen sie“, sagt Goldschmidt.

Entnahmestelle Mühlenaue

Bei „Alles fließt – in die Ostsee“ wird jeder zum Wissenschaftler. Das Ziel: mit Wasserproben der Ostsee helfen.

Ein Fisch im Geisternetz gefangen.

Landesregierung und WWF sind zwei Jahre lang gemeinsam mit Fachleuten in einem Testprojekt gegen sogenannte Geisternetze vorgegangen.

Brechende Welle am Strand mit vielen Wolken im Hintergrund.

Die Gebiete sind Teil des Aktionsplans Ostseeschutz in Schleswig-Holstein. Das Naturschutzbündnis und die SPD wollen aber noch klarere Vorgaben.