Die Blockade ukrainischer Getreideexporte durch Russland treibt weltweit die Getreidepreise. So ist der Weizenpreis zuletzt um rund zehn Prozent gestiegen. Die UN-Agentur FAO warnte vor weltweiten Folgen für die Ernährungssicherheit. Mehr dazu lesen Sie hier.

Angriff auf ukrainischen Donau-Hafen an Grenze zu Rumänien

Russland hat nach ukrainischen Angaben in der Nacht das Gebiet um den größten ukrainischen Donau-Hafen Ismajil angegriffen. Dabei seien Schäden entstanden und ein Feuer ausgebrochen, teilten die Behörden in der Region Odessa auf Telegram mit. Ismajil liegt nahe der Grenze zum EU- und Nato-Land Rumänien, das zwei Kampfjets aufsteigen ließ. Ismajil ist ein wichtiger Umschlagplatz für Getreide und andere Rohstoffe. Am Mittwoch hatte die Ukraine die russische Stadt Noworossijsk attackiert, die ihrerseits über einen bedeutenden Getreideexporthafen am Schwarzen Meer verfügt.

Ukraine soll Luftabwehr nahe Putins Palast zerstört haben

Ukrainische Drohnen sollen ein Luftabwehrsystem in der Nähe eines Anwesens am Schwarzen Meer verstört haben, dass Kremlherrscher Wladimir Putin zugerechnet wird. Der Vorfall habe sich in Gelendzhik zugetragen, berichtet die „Moscow Times“, etwa 19 Kilometer von dem Palast entfernt. Zunächst sei am 7. August eine Anlage zur Drohnenabwehr zerstört worden. Am vergangenen Sonntag habe man dann eine Anlage getroffen, die mit S-400-Abwehrraketen bestückt war. Major Robert Brovdi, Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, erklärte, das S-400-System habe am Sonntagabend sechs Raketen abgefeuert, bevor es „drei Stunden lang in Flammen stand“.

Wladimir Putins Anwesen am Schwarzen Meer. Unter dem Bau verläuft ein ausgeklügeltes Tunnelsystem.Vergrößern des BildesDieses Anwesen an der Schwarzmeerküste soll Putins Palast sein. (Quelle: Uncredited/Navalny Life/dpa)

Stromausfall auf der Krim nach ukrainischem Drohnenangriff

Die Hafenstadt Sewastopol auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim ist nach nächtlichen Drohnenangriffen der Ukraine erneut ohne Strom. Die Stadt sei wegen eines massiven ukrainischen Angriffs von der Stromversorgung abgeschnitten, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass mit. Die Armee wehre einen ukrainischen Angriff ab. Derzeit begutachteten Experten die Schäden.

Angriff auf russischen Hafen: Ausmaß der Schäden wird deutlich

Beim ukrainischen Angriff auf den russischen Schwarzmeer-Marinestützpunkt Noworossijsk mit Drohnen und Raketen in der Nacht zu Mittwoch wurden drei Kriegsschiffe sowie weitere Anlagen getroffen. Das teilte der Inlandsgeheimdienst SBU auf Telegram mit. Bei zwei der Schiffe handele es sich um die mit Kalibr-Raketen ausgestatteten Fregatten „Admiral Essen“ und „Admiral Makarow“, so der Geheimdienst. Das dritte sei ein Patrouillenboot.

Der Schlag gegen den Stützpunkt sei von strategischer Bedeutung, heißt es in der Mitteilung weiter. Der SBU schränke systematisch die Fähigkeit Russlands ein, das Schwarze Meer zu kontrollieren und seine Seestreitkräfte für den Krieg gegen die Ukraine einzusetzen. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt, dass die Ukraine bei dem Angriff „Palyanytsia“-Drohnen und „Neptun“-Raketen aus heimischer Produktion eingesetzt habe.

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