Berlins erste Frauenbeauftragte ist tot. Carola von Braun verstarb am vergangenen Freitag im Alter von 83 Jahren, wie die Berliner Senatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) würdigte die Berliner FDP-Politikerin als „Pionierin der Frauen- und Gleichstellungspolitik“.

Carola von Braun war 1984 im damaligen West-Berlin zur ersten Frauenbeauftragten des Berliner Senats ernannt worden. In diesem Amt habe sie Maßstäbe für nachfolgende Generationen gesetzt, teilte Wegner mit. Von 1990 bis 1994 war von Braun außerdem Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner FDP im Abgeordnetenhaus. Zuvor war sie von 1980 bis 1983 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Darüber hinaus initiierte die FDP-Politikerin die „Überparteiliche Fraueninitiative Berlin – Stadt der Frauen e. V.“ und engagierte sich in der Bildungs- und Sozialpolitik, teilte Wegner weiter mit. 2009 erhielt von Braun für ihr Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande. Das Land Berlin ehrte sie 2015 mit der Louise-Schroeder-Medaille, 2021 wurde sie mit der Würde der Stadtältesten von Berlin ausgezeichnet.

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„Carola von Braun hat sich mit ihrem herausragenden Engagement in Politik und Gesellschaft um Berlin verdient gemacht“, sagte Wegner. Berlin werde ihr „ein ehrendes Angedenken bewahren“. (Tsp)