Direkt aus Dänemark
Museum sendet historische Panzer für den Kampfeinsatz an die Ukraine
13.08.2026 – 12:56 UhrLesedauer: 3 Min.
Panzer des Typs BMP-1 im Einsatz (Symbolbild): Für die Ukraine ist die geschickte Militärtechnik vertvoll. (Quelle: agefotostock/imago-images-bilder)
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Europas alte Bestände an sowjetischer Militärtechnik werden knapper. Nun greift die Ukraine auf eine ungewöhnliche Quelle zurück: Panzer eines privaten Museums.
Ein dänisches Militärmuseum hat erstmals gepanzerte Fahrzeuge aus seiner Sammlung an die Ukraine abgegeben. Das privat betriebene Panzermuseum East habe einen sowjetischen BMP-1-Schützenpanzer sowie ein Kettenfahrzeug vom Typ MT-LB SNAR-10 übergeben.
Das Museum ist bekannt für seine große Sammlung von Fahrzeugen und Ausrüstung aus dem ehemaligen Ostblock und teilte in den sozialen Medien mit: „Wir haben nun die erste Lieferung von Fahrzeugen an die Ukraine abgeschlossen.“ Als Erstes sei der BMP-1 abgeholt worden, danach der MT-LB SNAR-10. „Wir hoffen, dass sie lange halten und etwas bewirken werden.“
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Ein Fahrzeug ist mehr als 50 Jahre alt
Der BMP-1 stammt aus den späten 1960er-Jahren und gehört zu den bekanntesten sowjetischen Schützenpanzern. Mehr als 20.000 Exemplare wurden gebaut, zahlreiche Staaten des Warschauer Pakts und weitere Länder erhielten das Modell.
Nach heutigen Maßstäben sind Panzerung und Bewaffnung veraltet. Wie das US-Militärportal „The War Zone“ (TWZ) berichtet, bietet das Fahrzeug für die Ukraine dennoch einen Vorteil: Ihre Streitkräfte setzen den BMP-1 bereits in größerer Zahl ein. Ein weiteres Exemplar dürfte sich deshalb vergleichsweise einfach in die vorhandenen Strukturen integrieren lassen, sofern es technisch einsatzfähig ist.
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges hat die Ukraine bereits BMP-1 aus mehreren europäischen Beständen erhalten. Griechenland lieferte dem Bericht zufolge 40 Fahrzeuge des Typs BMP-1A1, die Slowakei 30 BVP-1. Weitere 56 modernisierte Fahrzeuge aus früheren DDR-Beständen kamen über Tschechien.
Radar macht zweite Spende besonders
Ungewöhnlicher ist das zweite Fahrzeug aus dem dänischen Museum. Beim SNAR-10 handelt es sich um eine Variante des weitverbreiteten Kettenfahrzeugs MT-LB, die mit einem Radar zur Gefechtsfeldüberwachung ausgestattet wurde.
Das System wurde unter anderem entwickelt, um Bewegungen von Fahrzeugen und Truppen sowie Explosionen und Einschläge von Artilleriegeschossen zu erkennen. Die gewonnenen Informationen können Artillerieeinheiten dabei helfen, ihr Feuer anzupassen und einen besseren Überblick über das Kampfgebiet zu erhalten.

