Das kleine Reich, das sich Susanne Bergbauer da eingerichtet hat, macht die Neuburger Künstlerin sichtbar glücklich. Die Räume lichtdurchflutet, die Farben vielfältig und intensiv. „Ich würde hier auch einziehen“, sagt sie und lächelt. Doch die „Kleine Galerie im Rohreck“ ist selbstverständlich als Kreativraum und nicht als bunte Zweizimmerwohnung gedacht. Künftig möchte Bergbauer hier ihre Werke präsentieren und in Kooperation mit anderen Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungen organisieren, die schon beim Vorbeigehen ein Lächeln auf das Gesicht zaubern.

Vor der Umwandlung zur Galerie dienten die zwei Zimmer als Büroräume

Bis Juli dienten die beiden Räume mit den großen Fenstern noch als Büro einer Immobilienfirma. Nun sind die Wände und Regale mit klein- wie großformatigen Kunstwerken bestückt, gerade so, dass jedes davon für sich selbst noch Luft zum Atmen hat. Am vergangenen Samstag hat Bergbauer die Galerie eröffnet, mit einer Vernissage zur ersten Ausstellung, die sie gemeinsam mit der Künstlerin Angela Smets zusammengestellt hat. Zufall ist diese Zusammenarbeit nicht, wie Bergbauer erklärt. „Ich kenne sie von einem Besuch der Künstlerkolonie „Wiedefabrik“ in München, ihre Werke faszinieren mich und seitdem haben wir engen Kontakt.“

Am Samstag feierte die „Kleine Galerie im Rohreck“ Eröffnung.

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Am Samstag feierte die „Kleine Galerie im Rohreck“ Eröffnung.
Foto: Bergbauer

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Am Samstag feierte die „Kleine Galerie im Rohreck“ Eröffnung.
Foto: Bergbauer

Smets Arbeiten entstehen im Siebdruck, in vielen Schichten übereinander, in Überlagerungen. „Mich interessiert das Gleichgewicht zwischen Klarheit und Bewegung, zwischen Fläche und Tiefe“, sagt die Künstlerin. Ausgangspunkt sind pflanzliche Formen und organische Strukturen, jedoch nicht als botanische Studien, sondern als Fragmente, Silhouetten und Spuren von Natur. Durch die Siebdrucktechnik entsteht daraus ein Zusammenspiel, dessen Atmosphäre sich erst nach längerem Hinsehen entfaltet. Das Leuchten, das ihre Werke entfalten, fließt über in Susannes Bergbauers Raum, die dort einen intensiv-farbenfrohen Überblick ihrer Werke gibt.

Etwa alle vier Wochen will Susanne Bergbauer neue Ausstellungen im Rohreck präsentieren

Die Ausstellung ist somit ein gelungener Vorgeschmack auf das, was die Galerie künftig ausmachen soll. „Ich habe vor, etwa alle vier Wochen eine andere Künstlerin oder einen anderen Künstler aufzunehmen. Mein Raum bleibt dabei bestehen, aber natürlich gestalte ich ihn immer wieder neu“, sagt Bergbauer über ihre Pläne. Die Künstlerin betont, dass die Galerie Teil des KunstQuartiers bleibt und ihren Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern eine Plattform bieten soll, um sich zeigen zu können. „Das war für mich auch der innere Ausgangspunkt, zu sagen: Ich mach‘ das jetzt!“