Europa ächzt weiterhin unter Hitze und Trockenheit. Das setzt nicht nur Menschen und Tieren zu, sondern auch der Energieinfrastruktur. Insbesondere die niedrigen Pegelstände von Flüssen werden für manche Betreiber von Kraftwerken zum Problem: „Durch die Hitze und Trockenheit reduziert sich die Stromerzeugung in thermischen Kraftwerken“, erklärt Peter Radgen, Professor für Effiziente Energienutzung an der Universität Stuttgart. Zu thermischen Kraftwerken zählen unter anderem Kern- und Kohlekraftwerke. Grund für Reduzierungen und Abschaltungen sei „entweder, weil nicht genug Wasser für den Betrieb von Kühltürmen bereitsteht oder weil die Abwärme der Kraftwerke nicht ohne Überschreitung der zulässigen Maximaltemperaturen von den geringen Wassermengen in den Flüssen aufgenommen werden kann“, so Radgen.