In einer Munitionsfabrik des deutsch-französischen Rüstungskonzerns KNDS in der Nähe von Rom ist es nach Angaben der italienischen Polizei zu einer Explosion gekommen. Auf dem Fabrikgelände nahe Colleferro, rund 40 Kilometer südöstlich von Rom, liefen derzeit »komplexe Einsätze« der Feuerwehr und Polizei, teilten die Einsatzkräfte mit. Lokale Medien berichteten, die Explosion sei kilometerweit zu hören gewesen.
Die Fabrik gehört dem deutsch-französischen Rüstungskonzern KNDS. Berichten zufolge werden dort Munition mittleren und großen Kalibers für die Land- und Seeverteidigung sowie Festbrennstoffe für Trägerraketen in der Raumfahrt hergestellt.
Alle Mitarbeiter in Sicherheit
Laut örtlichen Medien wurden trotz der Stärke der Explosion keine Menschen verletzt. Sämtliche Arbeiter der Fabrik seien in Sicherheit. Das Unternehmen bestätigte die entsprechenden Berichte. »Die Umstände des
Vorfalls werden derzeit von den Teams vor Ort untersucht und bewertet«, teilte der Rüstungskonzern mit.
Die Explosion
sei auf ein Feuer
gefolgt, das in der Fabrik ausgebrochen sei, sagte der Präsident der
italienischen Region Latium. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hätten
daher genügend Zeit gehabt, sich in Sicherheit zu bringen. Das Feuer
sei nach ersten Erkenntnissen der
Einsatzkräfte vor Ort in dem Bereich für die Verarbeitung und
Pressung von Pulver ausgebrochen.
»Ein großer Schreck«
Die genaue Ursache des Vorfalls ist noch nicht
bekannt. Die Nachrichtenagentur Ansa berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise, es habe
sich ersten Informationen zufolge wohl nicht um Brandstiftung oder einen
Sabotageakt gehandelt. Demnach soll die Ursache für den Brand und die
Explosion ein nicht näher genannter Unfall gewesen sein. Dessen genaue
Umstände müssten noch geklärt werden.
© Lea Dohle
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Anwohner in der Umgebung berichteten von einem
lauten Knall. Auf Videos in den sozialen Medien war zunächst ein
größerer Brand in dem Gebiet zu sehen, anschließend eine große Explosion
und eine riesige pilzförmige Rauchwolke über dem Werk. Der
Bürgermeister von Colleferro, Giulio Calamita, schrieb auf Facebook:
»Der Schreck ist groß, aber in diesem Moment ist es wichtig, Ruhe zu
bewahren und vor allem keine falschen Informationen zu verbreiten.«
Rüstungsindustrie
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Rüstungsindustrie:
Dann baut das Land eben Panzer statt Autos?
Z+ (abopflichtiger Inhalt);
Drohnen:
Der Himmel selbst ist jetzt eine Waffe
Lage in der Ukraine:
Kommt die ukrainische Rakete?