Der Terroranschlag beim Christopher Street Day in Berlin hat das Thema Sicherheit bei Großveranstaltungen einmal mehr ins öffentliche Bewusstsein gerückt. In Augsburg steht ab Ende August Schwabens größtes Volksfest auf dem Programm. Traditionell gehört ein Umzug mit mehr als 2000 Teilnehmern zum Programm, der bei schönem Wetter von tausenden Besuchern an den Straßen verfolgt wird. Wie groß ist das Risiko, dass auch hier etwas passieren kann?

Herbstplärrer 2026: Beim Volksfest in Augsburg gibt es eine Videoüberwachung

Ordnungsreferent Frank Pintsch (CSU) räumt ein, dass es keine 100-prozentige Sicherheit geben kann. Dies hatte der CSU-Politiker nach dem Anschlag von Berlin geäußert. Man vertraue in Augsburg auf bewährte Konzepte, die im Einzelfall nachgebessert werden. Beim Plärrer, der zweimal im Jahr in Augsburg stattfindet, gehören Taschenkontrollen an Eingängen und eine Videoüberwachung auf dem Festgelände zum Sicherheitskonzept. Änderungen seien nicht vorgesehen, informiert das städtische Marktamt: „Taschenkontrollen und Videoüberwachung haben sich bewährt.“ Die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen würden unverändert fortgeführt.

Unter besonderer Beobachtung steht der populäre Plärrerumzug. Er findet jeweils am Samstag des Eröffnungswochenendes im Herbst statt – also in diesem Jahr am 29. August. Schon zuletzt wurden die Zufahrtsstraßen zur Umzugsstrecke mit großen Fahrzeugen, überwiegend Lkw, abgesperrt. Mobile Sperren und Betonblöcke wurden ebenfalls zur Absicherung verwendet.

Andreas Schlachta koordiniert im Auftrag der Stadt den Umzug. „Es haben sich 2100 Teilnehmer in 98 Gruppen angemeldet“, sagt der Organisator auf Anfrage. Ehrengäste aus der Politik sind regelmäßig mit von der Partie. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder war wiederholt in Augsburg, zuletzt im Herbst 2025. Dieses Mal verzichtet der CSU-Mann auf eine Fahrt in der Kutsche. Als hochrangiger CSU-Politiker wird Bayerns Kunstminister Markus Blume erwartet.

Plärrerumzug am 29.8. in Augsburg: Hubert Aiwanger kommt

Prominentestes Gesicht der Staatsregierung bleibt Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). Er kennt den Umzug von früheren Auftritten. Eröffnet wird der Plärrer am Freitag, 28. August. Für Oberbürgermeister Florian Freund ist es eine Premiere: Er übernimmt erstmals den Fassanstich. Tags darauf fährt Freund in einer Festkutsche zum Plärrergelände. Die Wegstrecke führt wie im Vorjahr von der Maximilianstraße über Rathausplatz, Karolinenstraße, Karlstraße, Grottenau und Volkhartstraße sowie die Gesundbrunnenstraße bis hin zur Langenmantelstraße und Plärrergelände. Start ist um 12.30 Uhr.

Der Plärrer dauert von Freitag, 28. August, bis Sonntag, 13. September. Eingebunden ins Programm ist der Marktsonntag in Oberhausen. Er findet am 6. September statt. Die Ulmer Straße wird dann traditionell zur Festzone.