In der Demmeringstraße in Lindenau geht in Sachen Straßenverkehr aktuell nichts. Gegen 18:15 Uhr stürzte auf Höhe William-Zipperer-Straße mitten zwischen den Straßenbahnschienen ein Stück Fahrbahndecke ein und rissen ein rund einen Meter tiefes und breites Loch in die Straße. Laut Augenzeugen seien dabei drei Autos beschädigt worden. Verletzte gab es glücklicherweise nicht. Die Straßenbahnlinie 7 kann aktuell nicht passieren.

Aus Richtung Böhlitz-Ehrenberg stehen gerade fünf Straßenbahnen und können nicht weiter. Aktuell wird der Schaden in der Straße begutachtet und überlegt, wie weiter vorzugehen ist. Straßenbahnen der Linie 7 werden aus Richtung Angerbrücke nach dem Lindenauer Markt über die Lützner Straße Richtung Miltitz umgeleitet. Die LVB empfehlen, zwischen Lindenauer Markt und Leutzsch die Buslinie 74 oder ab Haltestelle Credestraße den Bus 80 bis zum S-Bahnhof Leutzsch zu nutzen. Der 74er-Bus benutzt zwischen Lindenauer Markt und Uhlandstraße in beide Richtungen eine Umleitung und kann dadurch die Haltestelle Erich-Köhn-Straße nicht bedienen.

An der Stelle, an der sich der Hohlraum unter der Straße auftat, hatte es erst vor einigen Tagen einen Wasserrohrbruch gegeben. Inwiefern dieser schließlich auch für den jetzigen Einsturz sorgte, werden wohl die Ermittlungen zeigen.

++ Update um 21:00 Uhr ++
Nach Angaben der LVB-App sind die jetzigen Sperrungen und Umleitungen erst einmal bis zum morgigen Freitag-Mittag um 12 Uhr annonciert. Es dürfte sich aber vermutlich länger hinziehen. Gerade wurde vor Ort beschlossen, rund um die Schadensstelle über Nacht eine Straßensperre samt entsprechenden Umleitungen einzurichten. Die Reparaturarbeiten dürften wohl erst morgen stattfinden.

Zwei Straßenbahnen, die auf der Georg-Schwarz-Straße festhingen, sind inzwischen zur Wendeschleife Philipp-Reis-Straße zurückgeschickt worden. Die drei anderen Bahnen, die kurz vorm Loch in der Demmeringstraße ausharren, werden diesen Weg vermutlich auch antreten. Die Idee, die Bahnen nach einer Wende an der Reis-Straße, auf dem anderen Gleis vorsichtig an der Einsturzstelle vorbeifahren zu lassen, ist als zu riskant verworfen worden.