Newsblog zum Krieg in Nahost
USA wollen Iran wirtschaftlich isolieren
Aktualisiert am 14.08.2026 – 04:45 UhrLesedauer: 7 Min.
Ein US-Kriegsschiff stoppt einen iranischen Tanker im Arabischen Meer: Die Trump-Regierung will Im- und Experte des Iran stoppen. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Us Navy/Us Navy/imago)
Jetzt neu bei t-online:
Schriftgröße anpassen!
Artikel teilen
Die USA wollen den Iran wirtschaftlich in die Knie zwingen. Zwei Schiffe eines Konzerns aus den Emiraten wurden angegriffen. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Kushner reist wohl nach Israel
Der US-Gesandte und Schwiegersohn von Präsident Donald Trump, Jared Kushner, plant einem Medienbericht zufolge in der kommenden Woche eine Reise nach Israel. Dort wolle er über die Lage im Gazastreifen beraten, berichtet das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf Insider. Zudem werde Kushner in Kairo mit Vermittlern aus Ägypten, Katar und der Türkei zusammentreffen, heißt es in dem Bericht weiter.
Vance: Ziel ist niedriger Ölpreis
US-Vizepräsident JD Vance hat einen niedrigen Ölpreis als derzeit wichtigstes Ziel seines Landes im Iran-Krieg bezeichnet. Das zweitwichtigste Ziel sei es, dass der Iran nie in den Besitz von Atomwaffen gelange, sagte Vance am Donnerstag dem Fernsehsender Fox News. Bisher hatte Präsident Donald Trump immer erklärt, der Grund für den Beginn des Krieges sei die Verhinderung von Atomwaffen in den Händen Teherans.
„Ich weiß, dass der Ölpreis heute gefallen ist und weit unter den Höchstständen aus der Anfangsphase des Konflikts liegt“, sagte Vance. „Das ist das oberste Ziel: Öl und Gas für die US-Bürger im ganzen Land günstig zu halten.“ Weiter sagte der Vizepräsident: „Und das zweite Ziel ist es natürlich, sicherzustellen, dass der Iran niemals in den Besitz einer Atomwaffe gelangt.“ Vance zeigte sich überzeugt, „dass wir dabei sind, beide Ziele zu erreichen“.
USA wollen Iran wirtschaftlich isolieren
Die USA werden US-Finanzminister Scott Bessent zufolge beispiellose Maßnahmen gegen den Iran ergreifen. „Wir werden Maßnahmen anwenden, wie sie in der Geschichte der wirtschaftlichen Isolierung eines Landes noch nie dagewesen sind“, sagt Bessent in der TV-Sendung „Rob Schmitt Tonight“ des US-Senders Newsmax. Für die kommende Woche kündigt er weitere Erklärungen an. „Es wird eine Kombination aus einer wirtschaftlichen Isolierung sein (…) und der fortgesetzten Blockade in der Straße von Hormus, die verhindern wird, dass irgendetwas in die iranischen Häfen hinein- oder herausgelangt“, sagt der Minister.
Zwei Ölschiffe angegriffen
Zwei Schiffe des staatlichen emiratischen Ölkonzerns Adnoc sind in der Straße von Hormus angegriffen worden. Bei dem Vorfall in der Meerenge sei niemand verletzt worden, berichtete die staatliche emiratische Nachrichtenagentur WAM. Über mögliche Schäden an den Schiffen gab es zunächst keine Angaben.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verurteilten den Angriff, für den sie den Iran verantwortlich machen, aufs Schärfste. Das Außenministerium in Abu Dhabi betonte, dass der Angriff einen eklatanten Verstoß gegen die Resolution 2817 des UN-Sicherheitsrats darstelle, die die Freiheit der Schifffahrt bekräftigt.
