TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Los Angeles (USA) – Sie steht vor der Kamera, singt ins Mikrofon und macht längst auch am Schreibtisch Karriere: Selena Gomez (34) ist erfolgreiche Unternehmerin. Doch so glatt, wie ihre Karriere im Film- und Musikgeschäft, läuft es bei einem ihrer Unternehmen gerade nicht. Ihr Start-up Wondermind, das sich der „mentalen Fitness“ und psychischen Gesundheit widmet, steckt in ernsthaften Schwierigkeiten. Gomez wird verklagt! Laut US-Medien werfen Investoren ihr in einer Klage Betrug vor.

Wondermind wurde 2021 gegründet, neben Selena Gomez auch von ihrer Mutter Mandy Teefey (50) und der Unternehmerin Daniella Pierson (31). Jetzt erheben Investoren schwere Vorwürfe gegen das Trio. Laut „Forbes“ sollen sie sogenannten „Securities Fraud“ begangen haben, also Anleger mit irreführenden oder falschen Versprechen zum Investieren verleitet haben.

Selena Gomez und ihre Mama Mandy Teefey (50) bei der Premiere der Netflix-Serie „13 Reasons Why“ 2017 in Los Angeles

Selena Gomez und ihre Mama Mandy Teefey (50) bei der Premiere der Netflix-Serie „13 Reasons Why“ 2017 in Los Angeles

Foto: Getty Images

Investoren fühlen sich getäuscht

Die beiden Gesellschaften Wondermind SRS 44 und Bespoke Wondermind SPV sollen rund 1,2 Millionen Dollar in Wondermind gesteckt haben. Jetzt ziehen sie vor Gericht. Ihr Vorwurf: Sie seien mit falschen Versprechungen dazu gebracht worden, in das Start-up zu investieren. Wondermind habe ihnen demnach eine funktionierende Firmenstruktur, wichtige Partnerschaften und Werbeverträge versprochen. Laut Klage stimmte davon jedoch einiges nicht.

Mehr zum Thema

„Forbes“ zitiert aus der Klage: „Die Partnerschaften existierten nicht. Die Initiativen wurden nie umgesetzt. Die App wurde nie entwickelt.“ Und noch schwerer wiegt der nächste Vorwurf: Drei Jahre lang habe keiner der Gründer, Führungskräfte oder Direktoren die Investoren über die Probleme informiert. Das Geld der Anleger habe währenddessen den Zusammenbruch des Unternehmens mitfinanziert, heißt es in der Klage.

Selenas Beauty-Marke Rare Beauty soll inzwischen rund 1,3 Milliarden Dollar wert sein. Sie soll mindestens 51 Prozent des Unternehmens besitzen. Ihr Anteil wäre damit rechnerisch mehr als 660 Millionen Dollar wert

Selenas Beauty-Marke Rare Beauty soll inzwischen rund 1,3 Milliarden Dollar wert sein. Sie soll mindestens 51 Prozent des Unternehmens besitzen. Ihr Anteil wäre damit rechnerisch mehr als 660 Millionen Dollar wert

Foto: Getty Images for Rare Beauty

Auch Selenas Rolle im Start-up sorgt für Ärger

Doch damit nicht genug: Den Klägern zufolge sollen auch die Qualifikationen der Mitgründerinnen geschönt worden sein. So sei Piersons unternehmerische Erfahrung gegenüber Investoren größer dargestellt worden, als sie tatsächlich gewesen sei. Auch Selena Gomez’ Mutter Mandy Teefey soll demnach als besser für eine Führungsrolle geeignet präsentiert worden sein, als es die tatsächlichen Umstände hergaben. Zudem habe das Unternehmen den Eindruck vermittelt, Gomez werde sich deutlich stärker einbringen, als später offenbar der Fall war.