Für Anton Källberg ist der Europe Smash Sweden in Malmö im Einzel beendet. Der Schwede in Diensten von Borussia Düsseldorf musste sich am späten Donnerstagabend in der Runde der letzten 32 dem Chinesen Zhou Qihao knapp mit 2:3 (12:14, 11:5, 9:11, 11:8, 9:11) geschlagen geben. Damit ist kein Düsseldorfer mehr in den Wettbewerben vertreten. Zuvor waren bereits Dang Qiu und Kanak Jha ausgeschieden.

Für Qiu war das Aus überraschend früh gekommen. Der Europameister von 2022 unterlag in der ersten Runde dem Ungarn Csaba András glatt mit 0:3 (5:11, 7:11, 2:11). Der Weltranglistenelfte bekam gegen die Nummer 66 der Welt nie richtig Zugriff auf die Partie. András hatte sich zuvor über die Qualifikation ins Hauptfeld gespielt und dabei den Niederländer Wim Verdonschot bezwungen.

Für Jha war gegen einen chinesischen Topspieler Endstation. Der US-Amerikaner unterlag in der zweiten Runde dem Weltranglistensechsten Lin Shidong mit 0:3 (7:11, 3:11, 10:12). Dabei fand Jha im Verlauf der Partie zunehmend bessere Lösungen gegen das Spiel des Chinesen. Im dritten Satz kämpfte er sich bis in die Verlängerung, konnte den Durchgang aber nicht mehr für sich entscheiden. Zum Auftakt hatte Jha den Kasachen Fang Bo souverän mit 3:0 (11:8, 11:9, 12:10) bezwungen.

Auch in den Doppelwettbewerben blieb den Borussen der große Erfolg verwehrt. Im Viertelfinale mussten sich Benedikt Duda und Dang Qiu Wong Chun Ting und Chan Baldwin aus Hongkong nach hartem Kampf mit 2:3 (13:11, 6:11, 11:3, 5:11, 9:11) geschlagen geben. Die deutsche Paarung erwischte den besseren Start und sicherte sich den ersten Satz. Im entscheidenden Durchgang lieferten sich beide Duos einen offenen Schlagabtausch. Duda/Qiu konnten einen Rückstand noch einmal verkürzen, hatten am Ende aber mit 9:11 das Nachsehen.

Im Mixed demonstrierten Qiu und Sabine Winter ihre Klasse: Beim dritten Grand-Smash-Turnier des Jahres erreichten sie zum dritten Mal das Viertelfinale, für den Sprung ins Halbfinale reichte es aber nicht. Nach ihrem 3:1 (9:11, 11:8, 11:8, 11:9) im Achtelfinale gegen Patrick Franziska und Adriana Diaz unterlag das deutsche Duo im Viertelfinale Wong Chun Ting und Doo Hoi Kem aus Hongkong mit 1:3 (11:7, 7:11, 11:13, 9:11).

Dabei hatten Qiu und Winter durchaus die Chance auf ihre erste Teilnahme an einer Vorschlussrunde bei einem Grand-Smash-Turnier. In einer hochklassigen Partie mit zahlreichen spektakulären Ballwechseln erwies sich das Duo aus Hongkong in den entscheidenden Momenten jedoch als abgeklärter. Im dritten Satz machten Wong und Doo aus einem 3:7-Rückstand noch eine 2:1-Satzführung und bewiesen auch in der umkämpften Schlussphase des vierten Durchgangs die größere Nervenstärke.