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Katharina Hemmer (32) sorgt bei ihrer WM-Premiere für die nächste deutsche Dressur-Party in Aachen! Die Westfälin trotzt Temperaturen von mehr als 32 Grad, liefert mit Denoix (80,865 Prozentpunkte) einen Hammer-Ritt ab und schnappt sich im Grand Prix Spezial die Bronze-Medaille. Und das bei ihrer WM-Premiere!
Dabei bestimmt die Hitze den gesamten Tag. Der Weltverband FEI ändert den Zeitplan kurzfristig, verhängt sogar ein Reitverbot in der Mittagspause. Doch auch Stunden später brennt die Sonne noch erbarmungslos auf den Hauptplatz. Vor rund 30.000 Zuschauern entwickelt sich das Finale zum Krimi.
Die besten fünf Paare kämpfen am Ende um die Medaillen. Zunächst leistet sich die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Freestyle unerwartete Fehler (80,929). Auch Doppel-Europameister Justin Verboomen bleibt mit Zonik Plus (79,362) hinter den Erwartungen zurück.
Plötzlich geht die Tür für die deutschen Starterinnen auf. Doch auch Isabell Werth kann ihre Chance auf Wendy nicht nutzen. Die Rekord-Olympiasiegerin (79,544 Prozent) wird am Ende Vierte. Immerhin: Eine deutsche Medaille ist nach ihrem Rittbereits sicher.
Dann übernimmt Titelverteidigerin Charlotte Fry (England) mit Glamourdale die Führung. Die Britin erhält 82,295 Prozent und setzt sich an die Spitze. Nun hängt alles an Hemmer. Kann die WM-Debütantin dem Druck standhalten? Kann sie bei ihrer ersten Weltmeisterschaft direkt aufs Podium reiten?

Konzentrierte WM-Lektionen: Hemmer auf ihrem 14-jährigen Oldenburger Wallach Denoix
Foto: IMAGO/Bildbyran
Die Antwort liefert sie in der Arena. Mit einem beeindruckenden Auftritt begeistert Hemmer Richter und Fans gleichermaßen. Denoix präsentiert sich stark, ausdrucksvoll und nervenstark. Der Lohn: Bronze bei ihrer WM-Premiere, Werth rutscht auf den undankbaren 4. Platz zurück.
Hemmer im WDR: „Es ist noch nicht angekommen, dass es Bronze wurde. Ich könnte nicht glücklicher sein. Es war ein ganz großes Geschenk, das mein Pferd mir heute gemacht hat.“
Für Hemmer ist es die erste Weltmeisterschaft ihrer Karriere. Nach einem Formtief vor zwei Jahren half ihr ausgerechnet Isabell Werth. Hemmer: „Sie sagte mir: ,Kata, alles ist da, bleib ruhig und mach weiter.‘“ Jetzt steht die 32-Jährige bei ihrer WM-Premiere auf dem Podium von Aachen. Und sorgt für die nächste deutsche Dressur-Party.