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Köln – Der 1. FC Köln hat endlich Klarheit! Anfang Juni wurde Köln beim seit knapp 12 Jahren laufenden Kampf um den dringend benötigten Ausbau der Trainingszentrale am Geißbockheim brutal ausgebremst. Die entscheidende Verhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht in Münster (OVG) kurz vor knapp abgesagt. Grund: Der Einspruch einer Bürgerinitiative. Es ging um den Artenschutz im Kölner Grüngürtel – konkret um Libellen, Tagfalter und Grashüpfer, die auf dem geplanten Baugrund leben sollen. Heute wurde entschieden, das Ergebnis: Die Pläne zum Geißbockheim-Ausbau sind rechtmäßig!
FC-Präsident Jörn Stobbe (60) findet: „Insgesamt könnte das für Köln ein guter Tag werden.“ Laut ihm war eigentlich schon von Beginn an klar, das Urteil wird positiv für den FC ausfallen. Der Richter habe zwei Stunden lang alle Argumente der Antragsteller vorgelesen und warum das Gericht keinen der Punkte so sieht. Bei den Gegnern sei die Stimmung von Beginn an gedrückt gewesen. Nach 12 Jahren Kampf, sagt er: „Erst mal freuen wir uns. Ein bisschen Genugtuung ist dabei, weil uns ja auch gesagt wurde, was macht ihr da eigentlich?“
FC-Geschäftsführer Philipp Türoff über das Urteil: „Die Entscheidung des Gerichts ist ein Meilenstein. Sie beendet die jahrelange juristische Blockade und bestätigt unseren Weg.“
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Hintergrund: 2020 stellte die Stadt Köln ein Bebauungsplan auf, darin enthalten: Der Bau eines Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) direkt am Geißbockheim sowie der Neubau von Trainings- und Kleinfeld-Plätzen auf der benachbarten Gleueler Wiese im Kölner Grüngürtel. Schon Anfang Juni sollte über die Pläne entschieden werden. Der Termin wurde dann erst 24 Stunden vor der angesetzten OVG-Verhandlung völlig überraschend vom Gericht abgesagt. Die FC-Gegner vom BUND NRW und der Bürgerinitiative „Grüngürtel für alle“ hatten eine vierseitige Stellungnahme zu einem bestehenden Gutachten eingereicht. Nach einer jahrelangen Hängepartie ist die Gerichtsentscheidung jetzt endlich da.
Immer wieder betont Stobbe: Der FC braucht schnell neue Plätze. Dennoch ist der FC offen für Kompromisse. Auf die Frage, wie groß die Hoffnung auf eine Umsetzung der Optimalvorstellung ist, sagt Stobbe sogar: „Null! Wenn einer Optimalvorstellungen durchkriegt, ist schon was falsch. Wir müssen auch Kompromisse machen.“
Stobbe betont: „Wir wollen den Naturschutz, den Grüngürtel und den Sport einschließlich Breitensport stärken. Dazu unsere Einladung an die gesamte Stadtgesellschaft: Lasst uns jetzt gemeinsam unseren Kölner Grüngürtel, die grüne Lunge unserer Stadt, reparieren und ausbauen! Wenn wir das gemeinsam anpacken, stärken wir beides: Naturschutz und Sport. Köln kann das!“