Am Hochablass haben die Stadtwerke Augsburg nun mit dem Bau einer Fischtreppe begonnen. Mit der neuen Anlage sollen Fische und Kleinlebewesen zum ersten Mal seit mindestens 120 Jahren den Höhenunterschied von fast acht Metern überwinden können, wie die Stadtwerke in einer Mitteilung erklären.
Für die Fischaufstiegsanlage setzen die Stadtwerke im Boden mehrere Spundwände ein. Zuvor bohren in den kommenden Wochen Geräte mehrere tiefe Löcher. Zudem muss das Gelände noch nach Kampfmitteln abgesucht werden. Voraussichtlich Ende August können dann die Spundwände eingesetzt werden. Die gesamte Bauzeit dauere rund eineinhalb Jahre und sei abhängig von der Anzahl und Häufigkeit von Hochwassern, so die Stadtwerke.
Um den Hochablass zu überbrücken, können die Fische nach Abschluss der Bauarbeiten über 70 Becken mit einem jeweils geringen Höhenunterschied auf- oder absteigen – wie über eine Treppe. Von der kleinen Mühlkoppe, die nur gegen geringe Fließgeschwindigkeiten im Wasser ankomme, bis hin zum kräftigen, großen Huchen – alle sollen die Treppe nutzen können. „Die Becken haben eine Größe von vier auf zwei Meter, damit auch jeder Fisch genug Platz findet“, erläutern die Stadtwerke. Der Lechsteg über den Hochablass soll während der Bauarbeiten durchgängig offenbleiben.
az