Vertreter der Trump-Regierung haben Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) angewiesen, die meisten Fahrzeugkontrollen auszusetzen.
Fünf katholische US-Bischöfe bekunden ihre Solidarität mit Migranten an der US-mexikanischen Grenze. Zugleich rufen sie zu einer humanen Einwanderungspolitik auf und warnen vor …
Das meldet die Nachrichtenagentur AP. Die Regierungsvertreter reagieren damit auf die Tatsache, dass innerhalb von etwas mehr als einer Woche bei solchen Fahrzeugkontrollen zwei Migranten ums Leben gekommen sind. In Maine wurde am Montag ein Kolumbianer erschossen, in Houston letzte Woche ein Mexikaner. Die Aussetzung der Kontrollen gilt nicht uneingeschränkt, und es gibt Spielraum für Ausnahmen, etwa bei der Vollstreckung eines Haftbefehls, so AP.
Die tödlichen Schüsse durch ICE-Beamten haben in beiden Fällen für Entsetzen und Proteste gesorgt. Die Nachrichtenagentur spricht von bislang neun Fällen, in denen die ICE tödliche Gewalt angewendet habe, seit US-Präsident Donald Trump sein hartes Vorgehen gegen Einwanderer begonnen hat. Schon im vergangenen Winter war das Vorgehen der Einwanderungsbeamten nach den Tötungen der beiden US-Bürger Alex Pretti und Renee Good in Minnesota auf breite Kritik gestoßen. In Florida starb am Dienstag außerdem ein weiterer Mann innerhalb von etwa einer Woche; er wurde auf der Flucht vor den ICE-Mitarbeitern von einem Sattelzug erfasst.
Der Bischof von Cheyenne, Wyoming, hat die Einwanderungspolitik der US-Regierung kritisiert. In seinem Hirtenbrief „Sei ein barmherziger Nachbar“ wolle er einen Beitrag zur …
Scharfe Töne aus Kolumbien und Mexiko
Hunderte von Menschen in Maine protestierten am Dienstag gegen die tödlichen Schüsse auf Johan Sebastián Durán Guerrero, einen 26-jährigen Kolumbianer. In einem scharfen Beitrag auf X sprach der scheidende kolumbianische Präsident Gustavo Petro von einer gezielten Tötung „durch die US-Regierung“. Petro warf den ICE-Beamten vor, Durán Guerrero als „minderwertiges Wesen ohne Rechte“ behandelt zu haben.
Die mexikanische Regierung hat derweil rechtliche Schritte gegen die verantwortlichen US-Behörden sowie gegen Unternehmen, die an Haftanstalten beteiligt sind, angekündigt. Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte, es sei jetzt „an der Zeit, die Mexikaner zu verteidigen“. Insgesamt 17 Mexikaner sind laut Medienberichten seit Trumps Amtsantritt in ICE-Haftanstalten oder bei Razzien der Behörde gestorben.
(ap – sk)