
AUDIO: Seehafenbetriebe: Hafenbeschäftigte lehnen Angebot der Arbeitgeber ab (1 Min)
Stand: 14.08.2026 17:37 Uhr
In Hamburg und den übrigen deutschen Nordseehäfen könnte in der kommenden Woche gestreikt werden. Die Hafenbeschäftigten haben in der laufenden Tarifrunde das letzte Angebot der Arbeitgeber abgelehnt, wonach die Löhne um 5,1 Prozent steigen sollten.
Eigentlich sah es nach einem zügigen Abschluss für die rund 11.000 Hafenbeschäftigten in Hamburg, Bremerhaven, Bremen, Emden, Brake und Wilhelmshaven aus – nun die Kehrtwende. In der vergangenen Woche hatten die Arbeitgeber ein „finales“ Angebot vorgelegt: 5,1 Prozent mehr Lohn, dazu 300 Euro mehr Urlaubsgeld und ein dreistelliger Zuschlag für die Arbeiter auf den Containerterminals. Und das bei einer Laufzeit von 19 Monaten.
Ver.di: Ablehnung deutlich
Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di war die Ablehnung der Beschäftigten jedoch überaus deutlich. Gerade in den unteren Lohngruppen wolle man deutlich mehr, so Verhandlungsführerin Sylvi Krisch. Ver.di hatte zu Beginn der Tarifverhandlungen 8,2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von einem Jahr gefordert.
Arbeitgeberverband enttäuscht
Schon von der kommenden Woche an kann es nun Warnstreiks geben. Die Friedenspflicht ist bereits abgelaufen. Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) zeigte sich enttäuscht von der Ablehnung des Angebots. Diese Entscheidung sei für die Hafenunternehmen nicht nachvollziehbar, sagte ein Sprecher des Arbeitgeberverbands. Ver.di verkenne die gegenwärtige wirtschaftliche Realität.

In einem Positionspapier fordern sie eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Häfen.
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