Fußball | Regionalliga

Stand: 14.08.2026 21:29 Uhr

Carl Zeiss Jena hat sich in einem munteren, aber am Ende auch vom Kampf geprägten Spiel mit 1:0 bei Chemie Leipzig durchgesetzt. In der ersten Halbzeit waren die Teams bei Temperaturen über 30 Grad häufig bemüht, die Chancen aber waren größtenteils nicht wirklich gefährlich. Nach dem Wechsel waren zunächst die Hausherren besser, das Tor aber gelang Jenas Manassé Eshele, der die Defensive der Leipziger mit einem Hackentrick überlistete (69.). Keine allzu gute Figur machte Schiedsrichter Lukas Pilz, der einige strittige Szenen falsch bewertete.

von Raphael Crass

Die beiden Teams gingen mit unterschiedlichen Gefühlslagen in das Duell. Während die BSG zuletzt das erste Tor und den ersten Punkt der Saison bejubeln konnte, herrschte beim FCC nach der Derbyniederlage zunächst einmal Frust. Auf dem Platz entwickelte sich trotz 33 Grad in Leipzig-Leutzsch eine muntere Anfangsphase, in der es nach sieben Minuten erstmals unübersichtlich wurde.

Pech und Glück für Chemie Leipzig

Im Rauch der Gäste-Choreo faustete Jena-Torwart Marius Liesegang am Ball vorbei und räumte Gegenspieler Elias Kratzer ab. Doppeltes Glück für Jena: Zum einen übersah Schiedsrichter Lukas Pilz das Foul, dann rettete Miguel Boog den Ball auch noch auf der Torlinie. Die Thüringer waren in der Folge das etwas aktivere Team, auch wenn sich die Partie bei der Hitze erwartungsgemäß ein paar Pausen nahm – nicht nur zum Trinken.

01 Chemie Leipzig Carl Zeiss Jena 14 Aliji 18 Löder DSC_8135

Die erste Hälfte war sehr intensiv

Auch spielerisch lief nicht immer alles zusammen. Jena war insgesamt aktiver, vergab aber seine beste Gelegenheit in der 38. Minute. Nach einem Freistoß von der rechten Seite flog BSG-Keeper Marcel Bergmann am Ball vorbei, Manassé Eshele konnte den Ball aber nicht richtig kontrollieren und köpfte vorbei. Kurz zuvor hatte die BSG Glück, dass der Referee ein glasklares Nachschlagen von Philipp Wendt nicht gesehen hatte.

Jenas Eshele überlistet die Chemie-Abwehr

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Maurice Hehne muss verletzt vom Feld.

Nach dem Seitenwechsel waren die Chemiker mehr im Spiel, ließen aber in den Angriffen weiterhin die letzte Zielstrebigkeit vermissen. In der 66. Minute wurde es rustikal, als Valon Aliji den kurz zuvor eingewechselten Maurice Hehne mit gestrecktem Bein abräumte. Der Leipziger sah dafür nicht mal eine Karte, für Hehne war die Partie nach knapp neun Minuten dagegen schon wieder vorbei.

Es folgte eine Trotzreaktion von Carl Zeiss. Einen Kopfball von Manassé Eshele parierte Bergmann auf der Linie. Kurz danach war er und der Rest der Hintermannschaft aber chancenlos. Nach Vorarbeit von Elias Löder nahm Jenas Angreifer den Ball mit dem Rücken zum Tor an und vollendete per genialem Hackentrick (69.).

Zwei Minuten später übersah Pilz ein eindeutiges Halten von Chemies letztem Mann Lorenz Hollenbach gegen Eshele. Über eine rote Karte hätten sich die Hausherren hier nicht beschweren können. Mit elf Mann war Chemie dann noch einmal alles nach vorne, war aber wie schon zuvor einfach nicht konsequent genug. Auch die letzte Möglichkeit – ein Freistoß aus 17 Metern – blieb erst in der Mauer hängen, der Nachschuss ging in die Arme des gegnerischen Keepers.

Logo Carl Zeiss Jena

BSG Chemie Leipzig Logo

Ein Handy liegt auf einer Laptoptastatur. Das Display zeigt das Google Logo

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