TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Washington (USA) – US-Präsident Donald Trump (80) sorgt mit einer spektakulären Aussage zur Straße von Hormus für Aufsehen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP erklärte der Republikaner, die strategisch wichtige Meerenge werde bald zu US-Territorium. Wie genau das gehen soll, ist unklar: Der Iran blockiert seit Monaten die Straße von Hormus – trotz US-Angriffen.
Trump machte nun deutlich, dass Washington die Kontrolle über die Route für sich beansprucht. „Sie gehört uns“, sagte der Präsident nach Berichten mehrerer Medien vor Journalisten. Bereits am Montag hatte Trump erklärt, die Vereinigten Staaten seien „die Einzigen, die die Kontrolle über die Straße von Hormus haben“. Die amerikanische Militärpräsenz in der Region bezeichnete er als „Stahlmauer“.
„Schon sehr bald werde ich die Straße von Hormus zu einem Territorium der Vereinigten Staaten erklären“, sagte Trump am Freitag. Gleichzeitig bekräftigte er seine harte Linie gegenüber Teheran. Der Iran werde niemals in den Besitz einer Atombombe kommen. Ohne die Angriffe amerikanischer Bomber während des zwölftägigen Krieges im Juni 2025 hätte das Mullah-Regime nach Trumps Darstellung inzwischen eine Nuklearwaffe. „Wenn wir sie nicht getroffen hätten, hättet ihr jetzt eine Atombombe“, sagte der Präsident.

War über 250 Tage im Dauereinsatz: die „USS Abraham Lincoln“
Foto: imago stock&people
Trump-Aussage kurz nach Flugzeugträger-Skandal
Zugleich drohte er dem Mullah-Regime indirekt mit weiteren Konsequenzen und wies iranische Forderungen nach Entschädigungszahlungen zurück. Stattdessen solle nach seiner Ansicht eher der Iran die USA entschädigen. Zuletzt erschütterte ein Bericht vom Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ das Militär. Offenbar war das Kriegsschiff viel zu lange im Einsatz, zeitweise konnte es nicht mit frischem Essen versorgt werden. Einige Soldaten sollen versucht haben, sich ins Meer zu stürzen.
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Wasserstraßen der Erde. Zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman werden dort große Teile des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Seit Monaten ist die Meerenge Druckmittel des iranischen Mullah-Regimes.