Der Politiker war lange im Hausarrest und wurde im Dezember in Untersuchungshaft genommen. Schlosberg wird wie viele Kriegsgegner der angeblichen Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee beschuldigt. Das Verfahren steht als politischer Schauprozess in der Kritik, bei dem einmal mehr Kriegsgegner mundtot gemacht werden sollen. Laut Menschenrechtlern gibt es in Russland Hunderte politische Gefangene.

Russland lehnt Waffenruhe im Schwarzen Meer ab

Die russische Regierung hat laut Medienberichten vom Freitag einen türkischen Vorschlag zu einer Waffenruhe im Schwarzen Meer zurückgewiesen. Man sehe „keinen Anlass“, sagte Außenamtssprecherin Marija Sacharowa.

Außenamtssprecherin Maria SacharowaVergrößern des BildesRusslands Außenamtssprecherin Marija Sacharowa (Archivbild): Sie hat den Vorschlag einer Waffenruhe im Schwarzen Meer zurückgewiesen. (Quelle: Pavel Bednyakov/AP/dpa/dpa-bilder)

Die Türkei hatte zuvor eine Waffenruhe für das Schwarze Meer vorgeschlagen. Russland blockiert dort derzeit die ukrainischen Getreidehäfen, die Ukraine attackiert russische Schiffe im Asowschen Meer. Die UN-Ernährungsorganisation FAO hatte deshalb vor einer Ernährungskrise und steigenden Lebensmittelpreisen weltweit gewarnt. Die Ernährungssicherheit sei „weltweit gefährdet“, so FAO-Chefökonom Maximo Torero.

Die Türkei hatte gemeinsam mit der EU bereits nach Beginn der russischen Invasion 2022 einen Ausgleich über die Ausfuhr von Getreide im Schwarzen Meer vermittelt. Die Übereinkunft war aber knapp ein Jahr später zerbrochen.

Russland kündigt neue Drohnenattacken im Winter an

Das russische Verteidigungsministerium hat der Ukraine mit neuen Angriffen von Drohnen im Winter gedroht. Das Ministerium veröffentlichte auf der Plattform Telegram ein Foto mit mehreren Drohnen des Typs Shahed mit dem Schriftzug: „Ihnen das Blut in den Adern gefrieren lassen“. Unter dem Foto ist zudem der Satz „der Winter kommt“ zu lesen.

imago images 0862905240Vergrößern des BildesDrohnentrümmer in der ukrainischen Stadt Charkiw (Archivbild): Das russische Militär hat für den kommenden Winter erneut Drohnenangriffe gegen das Land angekündigt. (Quelle: Serhii Masin/imago)

Das russische Militär hatte während der vergangenen Kriegswinter regelmäßig vor allem die ukrainische zivile Infrastruktur attackiert. Dadurch war bei vielen Menschen etwa der Strom oder die Heizung ausgefallen.

Zwei Tote nach russischer Drohnenattacke

Durch russische Drohnenangriffe sind in der ukrainischen Grenzregion Sumy zwei Menschen getötet worden. Ein Privathaus sei von zwei Drohnen in Brand gesetzt und zerstört worden, schrieb der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, auf der Nachrichtenplattform Telegram. Eine 29-jährige Frau und ihr neun Jahre alter Sohn seien dabei ums Leben gekommen.

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