Newsblog zu Waldbränden
Wind dreht: Feuerwehr muss Zentrale verlegen
Aktualisiert am 15.08.2026 – 02:34 UhrLesedauer: 13 Min.
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Reportage aus dem Waldbrand-Gebiet.
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In der Gemeinde Hürtgenwald brennt ein Wald. Der Kreis Düren spricht von einer dynamischen Lage. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Seit Donnerstagnachmittag brennt es in der Eifel. Mittlerweile stehen 300 Hektar Wald in Flammen. Die Feuer breiten sich immer weiter aus und bedrohen die Gemeinde Hürtgenwald nahe der belgischen Grenze.
Besonderes Risiko durch Böen
2.30 Uhr: Das Wetter am Samstag sehen die Einsatzkräfte teils mit Hoffnung, teils mit Befürchtungen. in der bis in den Morgen hinein sollte der Wind schwach aus Süden wehen – also eher weg von den gefährdeten Ortschaften, so Dennis Weyel. Er ist von der auf Waldbrände spezialisierten Organisation Internationaler Katastrophenschutz Deutschland e. V. und als Fachberater in der Einsatzleitung eingesetzt. Im Laufe des Morgens könnte der Wind jedoch drehen, von Norden kommen und deutlich auffrischen. Mögliche Böen stellen ein besonderes Risiko dar, weil sie Feuer über Schneise und abgebranntes Gelände tragen können.
Feuerwehrzentrale verlegt
1.20 Uhr: Im Kampf gegen den großen Waldbrand im Hürtgenwald in der Eifel hat die Feuerwehr ihre Einsatzzentrale verlegt. Der Wind habe sich gedreht und den ganzen Qualm des Waldbrandes zu den Einsatzkräften getragen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Die Zentrale sei nun an der Schule aufgebaut worden.
Feuerwehr rechnet mit „ruhiger Nacht“
22.09 Uhr: „Wir rechnen mit einer ruhigeren Nacht, für Ortslagen sehen wir keine akute Gefahr“, sagt Peter Berndgen, Sprecher der Feuerwehr Düren, t-online. Bei Gey würden Bergepanzer der Bundeswehr weitere Schneisen schlagen, so Berndgen. Die Schneisen durch die Gegenfeuer in Großhau haben nach seinen Worten die Lage dort entspannt.
Landrat Ralf Nolten (CDU) will jetzt auch mal schlafen gehen: „Ich bin seit gestern 5 Uhr auf den Beinen.“ Bis Montag stehen bereits die Pläne, im Zwölf-Stunden-Takt die Einsatzkräfte der Feuerwehren durch andere Einheiten auszutauschen – jeweils 500 Feuerwehrleute.
t-online-Reporter vor Ort: Waldbrand bedroht deutsche Städte – Augenzeugin berichtet
Ohne Unterlass kämpfen die Einsatzkräfte gegen den Waldbrand. Die Flammen rücken an mehrere Orte heran. Und es droht im Brandgebiet eine weitere Gefahr. Sehen Sie die Aufnahmen unseres Reporters Lars Wienand hier im Video.
Kampf um Großhau läuft – Hubschrauber im Einsatz
20.48 Uhr: Der Kampf um Großhau läuft, wie t-online-Reporter Lars Wienand vom Waldrand rund 500 Meter vom Ortsrand entfernt berichtet. Mit Gegenfeuer und Umpflügen des Bodens kämpfen die Einsatzkräfte gegen die nahenden Flammen des Waldbrands, die zwischenzeitlich in der Nähe sichtbar waren. Auch Hubschrauber sind im Einsatz und kippen aus sogenannten Bambi Buckets, faltbaren Löschwasser-Außenlastbehältern, Wasser auf die Flammen.