Sieben Meter langer Kadaver

Toter Buckelwal gibt Rätsel auf – die Spur führt zurück nach Kiel

14.08.2026 – 11:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Wal ohne Lebenszeichen im Greifswalder Bodden entdecktVergrößern des Bildes

Der Kadaver des toten Wals: Er soll nun untersucht werden. (Quelle: Philip Dulian/dpa/dpa-bilder)

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Fachleute untersuchen einen Wal, der vor der Südspitze Rügens entdeckt wurde. Aufnahmen sollen zeigen, ob es sich um den zuvor in der Kieler Förde beobachteten „Hartwin“ handelt.

Ein toter Buckelwal vor Rügen könnte die traurige Fortsetzung einer Reise sein, die im Juli auch durch die Kieler Förde führte. Noch ist allerdings nicht bestätigt, dass es sich bei dem Kadaver tatsächlich um den öffentlich „Hartwin“ genannten Wal handelt.

Das etwa sieben Meter lange Tier wurde am Donnerstagmorgen im Greifswalder Bodden entdeckt. Um 8.16 Uhr ging die Meldung bei der Wasserschutzpolizei ein. Eine Mitarbeiterin des Deutschen Meeresmuseums stellte anschließend den Tod des Buckelwals fest.

Der Kadaver wurde geborgen und zum Nautineum auf dem Dänholm bei Stralsund gebracht. Dort soll der Wal am Freitag wissenschaftlich untersucht werden. Neben der Todesursache wollen die Fachleute nach Angaben des NDR klären, ob es sich um dasselbe Tier handelt, das in den vergangenen Wochen an mehreren Orten der Ostsee beobachtet wurde.

Wal ohne Lebenszeichen im Greifswalder Bodden entdecktVergrößern des BildesDer tote Wal im Greifswalder Bodden wird von einem Schiff abgeschleppt. (Quelle: Philip Dulian/dpa/dpa-bilder)

Die Spur beginnt in der Kieler Förde

Am 17. und 18. Juli war ein Buckelwal in der Kieler Förde gesichtet worden. Das schleswig-holsteinische Umweltministerium bestätigte damals die Beobachtung. Vermutlich handelte es sich um ein Tier, das zuvor bereits vor Schottland und in dänischen Gewässern aufgetaucht war.

Der Wal bewegte sich anschließend weiter durch die Ostsee. Am 24. Juli wurde er in der Flensburger Förde gesehen, Ende Juli erreichte ein Buckelwal den Hafen von Wismar. Am 8. August folgte eine Sichtung vor dem polnischen Misdroy.

Diese zeitliche und räumliche Abfolge macht es möglich, dass nun dasselbe Tier im Greifswalder Bodden gefunden wurde. Ein Beleg ist sie aber nicht. Für eine Identifizierung können Fachleute unter anderem individuelle Merkmale und vorhandene Fotos des Rückens vergleichen.

Der "Hartwin" getaufte Buckelwal: Er hat Hautprobleme.Vergrößern des BildesDer „Hartwin“ getaufte Buckelwal: Er hatte Hautprobleme. (Quelle: Stranded No More)

Todesursache bleibt offen

Auch über die Todesursache gibt es bislang keine belastbare Aussage. Ob der Wal krank, geschwächt oder verletzt war, soll erst die Sektion zeigen. Hinweise auf eine Kollision mit einem Schiff, eine Verwicklung in Fischereigerät oder Nahrungsmangel sind bislang nicht offiziell bestätigt.