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Wien – Mali Yahalomi (50) und ihre Tochter Liel (23) wurden nach einer einwöchigen internationalen Suche in einem Bus in Argentinien gefunden! Die israelische Polizei lokalisierte die beiden Frauen unter strengster Geheimhaltung mithilfe der Spezialeinheit Lahav 433, Europol und weiteren internationalen Behörden.
Die Polizei veröffentlichte Aufnahmen des Moments, in dem ein örtlicher Beamter die beiden im Bus identifizierte und ihnen mitteilte, dass man sich große Sorgen um sie gemacht habe und ihnen einige Fragen stellen müsse.

Die beiden Frauen saßen in einem Bus in Argentinien
Foto: Polizei
Erst am Freitagabend hatte die Wiener Polizei mitgeteilt, dass die zwei vermissten Israelinnen Österreich eigenständig verlassen haben. „Im Zuge der ausgezeichneten Zusammenarbeit zwischen dem Landeskriminalamt Wien, dem Bundeskriminalamt, der Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst, dem Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung Wien sowie israelischen und weiteren internationalen Sicherheitsbehörden konnte festgestellt werden, dass die beiden seit 7. August 2026 vermissten israelischen Staatsbürgerinnen – Mutter und Tochter – die Republik Österreich eigenständig verlassen haben“, sagte ein Sprecher der Wiener Polizei. Laut aktuellem Ermittlungsstand gab es keine Hinweise auf ein Gewaltverbrechen.
Israel verhängt Nachrichtensperre
Laut der österreichischen Zeitung „Krone“ waren Mutter und Tochter untergetaucht. Der Fall könnte sich zu einer Staatsaffäre ausweiten, „die bis in höchste politische Kreise Israels führt“, schreibt das Blatt.
In Israel wurde sogar eine Nachrichtensperre verhängt. Zudem reisten offenbar sogar ranghohe Beamte und Agenten des israelischen Geheimdienstes nach Wien, um die Spur der beiden Frauen aufzunehmen. Die allerdings waren längst verschwunden. Berichten zufolge verließen sie Österreich, reisten über Deutschland weiter und verschwanden schließlich außerhalb Europas. Offenbar in das südamerikanische Argentinien, wie zahlreiche israelische Medien berichten. Unbestätigt ist, ob Mali Yahalomi in einen Finanzskandal verwickelt ist.
Mehr zum ThemaLetzter Kontakt vor einer Woche
Der Fall sorgt seit einer Woche für großes Aufsehen: Mutter und Tochter machten Urlaub. Die beiden Touristinnen aus Israel waren über Prag nach Wien gekommen. Den letzten Kontakt zur Familie hatten sie am 7. August – Freitag. Einander wünschte man noch „Schabbat Shalom“, also einen friedlichen Schabbat, der am Freitagabend beginnt. Danach schalteten die beiden ihre Handys aus. In sehr religiösen Kreisen ist das während des Schabbats üblich, Ausnahmen sind in Notfällen möglich. Am 8. August habe es gegen 9.30 Uhr noch ein Sendesignal am Hauptbahnhof Wien gegeben. Danach verlor sich ihre Spur.