Die einen haben frei, die anderen müssen arbeiten – der Feiertag Mariä Himmelfahrt am 15. August, teilt Bayern. Ein gesetzlicher Feiertag ist dieser Tag nämlich nur in Kommunen, in denen mehr katholische Menschen leben als evangelische. Das sind in diesem Jahr 83 Prozent aller bayerischen Gemeinden, wie das Landesamt für Statistik mit Sitz in Fürth mitteilte. Dort, wo es mehr Protestanten als Katholiken gibt, ist der 15. August ein ganz normaler Arbeitstag bzw. heuer zumindest ein ganz normaler Samstag mit geöffneten Läden.
Wer frei hat – und wer nicht
Im bayerischen Feiertagsgesetz ist geregelt, wer an Mariä Himmelfahrt frei hat – und wo der Tag eben kein Feiertag ist. Datengrundlage sind die Zensus-Ergebnisse, also die letzte Volkszählung im Jahr 2022. In Oberbayern und Niederbayern leben in allen Gemeinden mehr Katholiken als Protestanten. Im Norden Bayerns sieht es anders aus: In Mittel- und Oberfranken überwiegt der Anteil der evangelischen Kirchenmitglieder. In Schwaben, Unterfranken und der Oberpfalz ist der 15. August überwiegend ein Feiertag. Aufgrund neuerer Zahlen änderte sich der Status einiger Gemeinden im vergangenen Jahr: In sechs Gemeinden war der 15. August lange kein Feiertag – ist es aber seit 2025. Zwei Kommunen dagegen verloren ihren Feiertagsstatus.