
Ho-Jae Lee hat im ersten Spiel schon Eindruck hinterlassen, mit Milan Smit hat der SV Darmstadt 98 den nächsten vielversprechenden Stürmer geholt. Lässt Lilien-Trainer Florian Kohfeldt in Dresden schon beide gemeinsam von der Kette?
Die umfassenden Kaderrenovierungen beim SV Darmstadt 98 nähern sich dem Ende, und wer einen zufriedenen Trainer erleben wollte, der war bei der Pressekonferenz der Lilien ganz richtig. „Wir haben lange daran gearbeitet“, sagte Trainer Florian Kohlfeld anlässlich der Verpflichtung von Milan Smit vor dem Spiel gegen Dynamo Dresden am Sonntag (13:30 Uhr). „Ich bin mir sicher, dass das ein Transfer war, der gut für uns ist.“
26 Kaderbewegungen gab es im Sommer beim SV98, unter anderem ging das Sturmduo Fraser Hornby / Isac Lidberg, das in der Zweiten Liga zur Creme de la Creme gehörte. Mit Smit und dem vor zwei Wochen verpflichteten Hoe-Jae Lee scheint die Lücke geschlossen worden. „Er ist ein technisch sauberer Spieler, hat ein gutes Raumgefühl und eine gute Physis. Ich bin sehr froh, dass er hier ist“, so Kohfeldt über den 1,92 m großen Niederländer.
Kohfeldt: „Wir glauben daran, dass er helfen kann – ab jetzt!“
Smit blickt trotz seiner erst 23 Jahre auf 58 Spiele in der Eredivisie, 39 in der Niederländischen zweiten Liga und 13 in der Championship in England zurück, zudem auf einen Pokalsieg in den Niederlanden. Passiert nichts Unerwartetes, wird der Neue schon gegen Dresden im Kader stehen. „Er steht voll im Saft. Wir glauben daran, dass er helfen kann – ab jetzt!“, so Kohfeldt. Vielleicht also ist das neue Sturmduo gefunden, Kohfeldt deutete an, im Laufe der Saison durchaus auf eine Doppelspitze setzen zu wollen. Wenngleich Smit in Dresden wahrscheinlich erst einmal auf der Bank sitzt.
Dynamo ist derweil mit einem 0:3 in Nürnberg in die Saison gestartet, Kohfeldt schätzt die Sachsen dennoch „sehr hoch“ ein. „Sie haben einen sehr spielerischen Ansatz, kombinieren gerne von hinten heraus, haben viele Tiefenläufe“, so Kohfeldt, der zudem auf das stets ausverkaufte Rudolf Harbig-Stadion als Faktor verweist. „Sie haben das Stadion als Heimvorteil. Das ist eine sehr schwere Auswärtspartie“, so Kohfeldt.
Kohfeldt: „Waren weiter, als ich dachte“
Dennoch geht Kohfeldt aber zuversichtlich in die Partie, zumal die Leistung beim 2:2 gegen Kiel ordentlich war. „Für den Zeitraum, den wir in der Kombination zusammen waren, waren wir weiter, als ich dachte“, so Kohfeldt. Man habe Kontrolle über das Spiel gehabt, das Manko sei eher gewesen, dass sich daraus zu selten Zählbares entwickelte.
„Aus dieser Kontrolle in Tempoaktionen zu kommen, hohe Ballgewinne in Torchancen umzumünzen, das waren Themen, die uns zu punktuell gelungen sind. Und wir haben zu einfache Fehler gemacht“, so Kohfeldt. Viel wichtiger für den Coach aber: Das Gefühl hat gepasst. „Die Jungs hatten ein super Gefühl auf dem Platz. Wir hatten Mentalität und Gier, das war mehr als deutlich. Und das ist extrem wichtig, um Spiele zu gewinnen.“ Zwei gute Stürmer können dabei natürlich auch nicht schaden.
So könnten die Lilien starten:
So könnten die Lilien gegen Dresden starten