Schon seit Wochen sucht der 1. FC Köln nach einem erfahrenen Mann für das defensive Mittelfeld. Einige Namen kursierten rund um das Geißbockheim, verpflichtet wurde jedoch bisher niemand. Nun steht bald der Pflichtspielstart an für den 1. FC Köln: Die Zeit wird bei der Sechser-Suche zum Faktor.
Die Abgänge in diesem Sommer von Florian Kainz, Denis Huseinbasic und besonders Eric Martel haben ein Loch im zentralen Mittelfeld des 1. FC Köln aufgerissen. Mit Paul Okon-Engstler wurde bereits ein neuer Spieler für diese Position verpflichtet. Der 21-Jährige Australier bringt viel Potenzial mit, Erfahrung in einer europäischen Topliga hat er bisher allerdings noch keine. Ein erfahrener Mann für das Zentrum soll daher noch folgen. Viel Zeit zum Ankommen in Köln bleibt diesem allerdings nicht.
Thomas Kessler und René Wagner vom 1. FC Köln
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Am 24. August startet der 1. FC Köln mit dem Pokalspiel in Würzburg in die Pflichtspielsaison. Viel Zeit bis dahin bleibt nicht mehr, besonders weil die Kaderplanung der Geißböcke noch nicht abgeschlossen ist. Der größte Handlungsbedarf besteht im Mittelfeldzentrum. Dort wurden schon einige Namen wie Edson Alvarez, Ellyes Skhiri oder Rani Khedira gehandelt, verpflichtet wurde für die Rolle des erfahrenen, defensivstarken Anführer aber noch niemand. Die bisher erfolglose Suche nach einem neuen Sechser wird währenddessen immer mehr zum Problem für den FC.
Generalprobe ohne Hauptdarsteller
Bei den letzten beiden Testspielen der Wagner-Elf am Sonntag in Paderborn wird der gesuchte neue Mann logischerweise noch nicht auf dem Platz stehen. Während bei Spielern wie Mikey Moore oder Thijs Dallinga nur noch auf die Freigabe gewartet wird, ist es auf der Sechserposition in den vergangenen Tagen verhältnismäßig ruhig geblieben. Zuletzt galt Rani Khedira als wahrscheinlichste Lösung. Den erfahrenen Tunesier kennt Wagner noch aus ihrer gemeinsamen Zeit bei Union Berlin. Aber auch die Gerüchte um Ellyes Skhiri nahmen in den vergangenen Tagen wieder an Fahrt auf. Ob die beiden jedoch wirklich die Wunschlösungen sind, ist unklar.
Zum aktuellen Zeitpunkt der Vorbereitung sollte die Mannschaft jedoch idealerweise bereits nahezu komplett sein. Ergibt sich kurzfristig eine interessante Option oder möchte sich ein Spieler vor dem Saisonstart noch verändern, gehören schnelle Transfers in den letzten Zügen der Transferphase seit Jahren schon zum Geschäft dazu. Auf einer so zentralen Position wie der Sechs ist so eine späte Verpflichtung hingegen unüblich. Der FC braucht einen Anführer für die Zentrale, der die junge, talentierte, aber auch weitgehend unerfahrene Mannschaft um ihn herum führen kann. Im Optimalfall wäre dieser Spieler schon zum Start der Vorbereitung oder spätestens im Trainingslager dabei gewesen. Nun muss er, sofern ein solcher Kandidat gefunden wird, direkt im Pflichtspiel debütieren. Ein Umstand, der ein schnelles Ankommen am Geißbockheim zusätzlich erschwert.
Paniktransfer oder Glücksfall?
Die Ausgangsposition der Kölner ist zum aktuellen Zeitpunkt alles andere als optimal. Jeder weiß, dass der FC dringend noch einen Sechser benötigt, sodass die Vereine ihre Ablösevorstellungen dementsprechend anpassen können. Zudem ist das Profil, nach dem die Geißböcke suchen, selten und entsprechend gefragt. Nur wenige Spieler sind in der Lage, ein Team auf diesem Niveau anzuführen und ihre Mitspieler besser zu machen. Bisher ist es dem FC nicht gelungen, einen solchen Spieler an Land zu ziehen. Mit Blick auf den bald anstehenden Saisonstart und den weit fortgeschrittenen Transfermarkt könnte es schließlich zur Verpflichtung eines Spielers kommen, der nicht vollständig den Anforderungen der Kölner entspricht.
Gleichzeitig bietet die Spätphase der Wechselperiode auch immer die Chance auf Transfers von kurzfristig wechselwillig gewordenen Profis. Wenn ein Akteur kurz vor Saisonstart bemerkt, dass es schwer für ihn wird, auf Einsatzzeit zu kommen bei seinem aktuellen Club, dann gehen häufig noch einmal Türen auf. Zudem haben die FC-Verantwortlichen gerade in diesem Sommer gezeigt, dass sie verschiedene Märkte im Blick haben. Es bleibt abzuwarten, welchen Spieler sie dieses Mal aus dem Hut zaubern. Mindestens genauso wichtig bleibt dabei jedoch die Frage, wie lange es noch dauert, bis diese Kaderbaustelle endlich abgeschlossen ist.
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