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Villach (Österreich) – Was hätten Sie in diesem Moment getan? Eine Familie mit drei Kindern ist auf einer Autobahn in den Alpen schwer verunglückt. Der Wagen fing kurz darauf Feuer – und die Türen klemmten. Ein Horror, bei dem Dutzende Menschen zusahen, statt zu helfen!

Der Fall lässt selbst erfahrene Einsatzkräfte entsetzt zurück. Ein Feuerwehrmann, der gerade zufällig in der Nähe war, griff schließlich ein und rettete den Insassen das Leben. Nach dem Unfall erzählt er zutiefst schockiert, wie andere Autofahrer offenbar lieber Fotos machten.

Autofahrer bildeten nicht mal eine Rettungsgasse

Der VW-Van war laut Polizei am Freitagmorgen auf der A11 bei Villach im österreichischen Kärnten plötzlich von der Straße abgekommen und in die Absperrung eines Parkplatzes gekracht. Schnell staute sich der Verkehr, in dem auch der Berufsfeuerwehrmann steckte.

Der Wagen fing nach dem Aufprall Feuer, der Vater und zwei der Kinder saßen im Inneren fest

Der Wagen fing nach dem Aufprall Feuer, während noch Kinder und ein Mann festsaßen

Foto: Feuerwehr St. Jakob im Rosental

„Zuerst dachte ich, es ist der Urlauberreiseverkehr. Dann sah ich, dass Rauch aufsteigt, und wusste: Ich muss dahin!“, sagte der Kamerad zur „Kleinen Zeitung“. „Die Fahrzeuge standen kreuz und quer, es gab keine Rettungsgasse.“ Mit einem Feuerlöscher und dem Erste-Hilfe-Kasten in der Hand habe er sich durch die Kolonne von etwa 20 Fahrzeugen gekämpft.

Kamerad: „Wahrscheinlich haben sie Fotos gemacht“

Die Mutter (39), die am Steuer des Autos gesessen hatte, konnte sich selbst befreien und ihren jüngsten Sohn aus seinem Sitz retten. Der Mann auf dem Beifahrersitz war eingeklemmt, zwei weitere Kinder saßen hinter ihm noch fest. Alle waren verletzt und völlig verängstigt.

Und doch sei nur ein einziger weiterer Ersthelfer zur Unfallstelle gerannt. Er half, das Auto zu löschen, während der Feuerwehrmann ein Mädchen auf dem Rücksitz versorgte. Es hatte die schwersten Verletzungen und musste danach mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden. Bis auf die beiden Männer sei niemand der Familie zu Hilfe geeilt – obwohl viele Menschen direkt dahinter im Stau standen und zusahen.

Ein Mädchen wurde so schwer verletzt, dass es mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste

Ein Mädchen wurde so schwer verletzt, dass es mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden musste

Foto: Feuerwehr St. Jakob im Rosental

„Wahrscheinlich haben sie Hunderte Fotos gemacht. Und wenn die Polizei nicht dafür gesorgt hätte, dass sie zur Seite fahren, wäre die Rettung nicht durchgekommen“, so der Mann traurig. In der „Kronen Zeitung“ gestand er später: „Es hat mich wirklich schockiert, dass kein anderer geholfen hat. Niemand ist ausgestiegen …“