Algerien hat sich zum größten Erdgaslieferanten Spaniens entwickelt und deckt rund 47 % der gesamten Gasimporte des Landes ab. Damit hat es Nigeria, die Vereinigten Staaten und Russland überholt.
Nigeria belegte mit einem Marktanteil von 15,4 % den zweiten Platz, gefolgt von den USA mit 11,6 % und Russland mit 8,1 %. Im Juli exportierte Algerien rund 10.707 GWh Erdgas nach Spanien, womit sich die Gesamtlieferungen seit Jahresbeginn auf 74.336 GWh beliefen.
Algeriens führende Position wird durch zwei wichtige Exportkanäle gestärkt: die Medgaz-Pipeline und den Seetransport von verflüssigtem Erdgas (LNG). Die Medgaz-Pipeline verbindet die algerischen Gasfelder direkt mit Spanien und verschafft Algerien damit einen bedeutenden Vorteil bei der Deckung des spanischen Gasbedarfs.
In den letzten Monaten ist der Gasbedarf Spaniens gestiegen, während Madrid seine Bezugsquellen aus verschiedenen Ländern weiter diversifiziert. Spanien importiert derzeit Gas aus rund 14 Ländern.
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Algeriens wachsende Bedeutung fällt mit dem fortschreitenden Abbau der europäischen Abhängigkeit von russischem Gas zusammen. Die Europäische Union (EU) setzt einen Fahrplan für den schrittweisen Ausstieg aus russischen Gaslieferungen um und schafft damit mehr Möglichkeiten für alternative Lieferanten, darunter auch Algerien.
Mit seinen großen Gasreserven, der geografischen Nähe zu Europa und der Exportinfrastruktur, einschließlich Pipelines und LNG-Häfen, gilt Algerien als im Vorteil, den Energiebedarf des europäischen Marktes zu decken.
Die Energiebeziehungen zwischen Algerien und Spanien werden auch durch die Verbesserung der bilateralen Beziehungen gestärkt. Nach einer Phase diplomatischer Spannungen haben sich die Beziehungen zwischen Algier und Madrid verbessert und damit den Weg für eine verstärkte wirtschaftliche und energetische Zusammenarbeit geebnet.
Algeriens anhaltende Position als größter Gaslieferant Spaniens stärkt seine Rolle bei der Sicherstellung der europäischen Energiesicherheit zusätzlich, insbesondere da die EU-Länder bestrebt sind, ihre Bezugsquellen zu diversifizieren und ihre Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern.
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Neben dem europäischen Markt forciert Algerien auch seine wachsende Rolle im afrikanischen Gassektor. Insbesondere das über 4.000 km lange Projekt der Trans-Sahara-Gaspipeline (TSGP) soll Gas von Nigeria über Niger nach Algerien transportieren, wo es an die algerische Exportinfrastruktur angeschlossen wird, um es auf die internationalen Märkte zu liefern.
Quelle: https://www.vietnamplus.vn/algeria-tro-thanh-nha-cung-cap-khi-dot-lon-nhat-cua-tay-ban-nha-post1130398.vnp