Baby stirbt bei russischem Angriff – mehrere Verletzte
Durch einen russischen Drohnenangriff ist in der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk ein Baby getötet worden. Der drei Monate alte Junge kam nach Angaben von Militärgouverneur Olexander Hanscha in der frontnahen Stadt Marhanez bei einem Einschlag in ein Wohnhaus ums Leben. Elf weitere Menschen wurden demnach verletzt, darunter ein fünfjähriger Junge und ein zwölfjähriges Mädchen. Drei Menschen wurden Militärgouverneur Iwan Fedorow zufolge im Kreis Saporischschja bei Drohnenangriffen auf Autos verletzt.
Ukraine greift offenbar Stützpunkt von russischen Kampfjets an
Ukrainische Streitkräfte haben offenbar in der Nacht auf Samstag den russischen Militärflughafen Savasleyka angegriffen, auf dem MiG-31-Kampfjets stationiert sind, die zum Abschuss von Kinschal-Hyperschallraketen fähig sind. Das berichten ukrainische Telegram-Kanäle.
Nach Angaben von Exilenova Plus waren im Bereich des Militärflughafens Savasleyka im russischen Gebiet Nischni Nowgorod nach den Explosionen Brände zu sehen.
Weitere Explosionen wurden aus der russischen Stadt Samara gemeldet, berichtet der „Kyiv Independent“.
Russland räumt Engpässe bei Spritversorgung ein
Russland hat eingeräumt, dass die Treibstoffversorgung in einigen Regionen aufgrund zunehmender Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien schwierig ist. Hinsichtlich der Versorgung der Tankstellen bleibe „die Lage in mehreren Regionen angespannt“, erklärte die russische Regierung am Freitag in Onlinediensten und fügte hinzu, dass zu dem Thema eine Sitzung geplant sei. Die Ölkonzerne „ergreifen die notwendigen Maßnahmen, um die Lieferungen in die am stärksten betroffenen Regionen zu erhöhen“, hieß es weiter.
Der für Energie zuständige Vize-Regierungschef Alexander Nowak habe Anweisungen erteilt, die Kraftstoffpreise zu überwachen, erklärte die Regierung. Autofahrer und Unternehmen in Russland hatten in den vergangenen Monaten mit Versorgungsengpässen zu kämpfen. In fast allen Regionen musste der Treibstoffverkauf zeitweise reguliert werden, etwa indem nur eine bestimmte Menge Benzin pro Kunde erlaubt war oder das Befüllen von Kanistern verboten wurde.
Die wegen ihrer Badeorte am Schwarzen Meer bei Touristen beliebte Region Krasnodar gehört zu den am stärksten betroffenen Regionen. „Die Lage hinsichtlich der Benzinversorgung der Tankstellen hat sich verschärft“, erklärte Regionalgouverneur Weniamine Kondratiew. Die Ölkonzerne hätten „erneut damit begonnen, Beschränkungen für die ausgegebenen Kraftstoffmengen zu verhängen und die Öffnungszeiten der Tankstellen zu verkürzen“. Dies löse unter Einwohnern sowie Besuchern Besorgnis aus.

