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Ist Union bereit für die neue Saison? So richtig nicht! Nächste Woche kämpfen die Eisernen um das Weiterkommen im DFB-Pokal (23.8., 15.30), eine Woche später startet die Liga zu Hause gegen Frankfurt (29.8., 15.30). Doch der letzte Härtetest gegen Premier-League-Aufsteiger Ipswich Town ging deutlich mit 2:4 verloren. Nach nur einem Sieg aus den letzten sechs Tests ist klar zu sehen: Neu-Trainer Mauro Lustrinelli (50) hat ein großes Abwehr-Problem.
Am Ende des Trainingslagers beklagte Lustrinelli: „Wir bekommen sehr, sehr einfach die Gegentore. Die ganze Vorbereitung schon.“ So auch gegen Ipswich. Nach der frühen Führung durch Van Bosch gleicht Clarke nach einer Flanke frei im Strafraum aus (16.). Dann entwischt Emersonn seinem Gegenspieler Friedrich ebenfalls nach einer Flanke, drückt frei zum 1:2 ein (40.). Kurz vor der Pause trifft O’Shae zum 1:3 (45.). Juranovic’ 2:3 bringt keine Wende (53.). McAteer erzielt nach einer erneuten Flanke das 2:4 (78.). Kein gutes Abwehrverhalten der Eisernen.
In der Innenverteidigung spielten – etwas überraschend – Marvin Friedrich (30) und Zeno Van den Bosch (23). Beide konkurrieren um die Position neben Leopold Querfeld (22). Oder doch nicht? Lustrinelli brachte Querfeld erst in der 61. Minute für Van den Bosch. Testet der Neu-Trainer etwa noch immer? Auf jeden Fall steht jetzt fest: Die neue Viererkette bereitet Union große Probleme. Zu viele Gegentore, mangelnde Absprache, schlechtes Stellungsspiel. Ein eingespieltes Duo, wie es letzte Saison Diogo Leite (27) und Danilho Doekhi (28) waren, ist nicht in Sicht.

Unter Neu-Trainer Mauro Lustrinelli gab es in den letzten sechs Tests nur einen Sieg. Torverhältnis: 11:16
Foto: Annette Riedl/dpa
Kein sicheres Abwehr-Duo in Sicht
Van den Bosch und Friedrich, dem nach zu wenigen Einsätzen in Gladbach der Rhythmus fehlt, harmonieren noch nicht. Gleiches gilt für das Duo Querfeld und Van den Bosch. Der Belgier, noch unter Ex-Trainer Steffen Baumgart (54) verpflichtet, fühlt sich in der Fünferkette mit zwei weiteren Innenverteidigern an seiner Seite sicherer. Im Union-System kann er seine Stärken noch nicht ausspielen. Doch die Zeit zum Einüben ist jetzt vorbei. Nächste Woche geht es um alles oder nichts. Horst Heldt (56) hat bereits um Geduld mit Lustrinelli und schwachen Ergebnissen geworben. Der Union-Manager: „Das wird ein Prozess, der länger dauert und mit Wellenbedingungen versehen ist.“ Hoffentlich dauert er nicht zu lange…