Kritik an ukrainischer Abwehr

Neue russische Drohnen könnten „Todeszone“ ausweiten

16.08.2026 – 01:41 UhrLesedauer: 2 Min.

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Dieses Foto soll eine der neuen russischen Drohnen zeigen, die weiterfliegen können als bisherige Modelle. (Quelle: x.com/KriegsforscherD)

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Russische Drohnen sollen in der Lage sein, der elektronischen Abwehr zu entgehen. Das könnte die Frontsituation verändern.

Die technische Entwicklung von Drohnen im Krieg gegen die Ukraine geht immer schneller voran. Russland ist es jetzt offenbar gelungen, Störsignale der ukrainischen Armee noch effektiver zu überlisten. Der ukrainische Drohnenkriegsexperte Dmytro Putiata berichtete, dass ukrainische Soldaten eine neuartige russische Drohne abgeschossen hätten.

Bei einer genauen Untersuchung habe sich gezeigt, dass diese in der Lage war, Funkfrequenzen in rasanter Abfolge zu wechseln. Das macht es der ukrainischen Abwehr schwerer, die Frequenzen zu stören und Drohnen vom Kurs abzubringen. Es gibt bereits die Möglichkeit, Frequenzen zu wechseln. Das neue Modell soll aber erweiterte Fähigkeiten haben. Putiata kritisierte auch ukrainische Hersteller von Abwehrsystemen, dass sie Produkte aus China kaufen und als heimisch anbieten, ohne getestet zu haben, welche Frequenzspektren sie abdecken.

Drohnen können weit über bisherige „Todeszone“ fliegen

Solche Abwehrmaßnahmen werden vor allem in dem Gebiet an der Front eingesetzt, das als „Todeszone“ bezeichnet wird. In diesem etwa 15 Kilometer breiten Gürtel auf jeder Seite der Front werden massiv Drohnen eingesetzt, die jede Bewegung erkennen und aus der Luft zuschlagen. Größere Vorstöße mit Soldaten sind damit schwieriger geworden – für beide Seiten.

Die neuen russischen Drohnen könnten die „Todeszone“ ausweiten, schätzt das amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW) in seinem Lagebericht. Sie seien in der Lage, 40 Kilometer weit zu fliegen und können so auch ukrainische Stellungen angreifen, die nicht direkt an der Front kämpfen. Mit einer leistungsstarken Antenne können sie auch über große Distanzen Bilder zu der Person übertragen, die sie steuert.

Eine Drohne mit einer Glasfaserrolle. Sie können nicht mit Störsignalen abgewehrt werden. (Archivbild)Vergrößern des BildesEine Drohne mit einer Glasfaserrolle. Sie können nicht mit Störsignalen abgewehrt werden. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Mykhaylo Palinchak / SOPA Images/imago)

Russland schickt neue Drohnen und Spezialisten an die Front

In 2024 hatten russische Truppen begonnen, Drohnen mit kilometerlangen Glasfaserkabel zu steuern, die gegen Störsignale immun sind. Ganze Landstriche und Orte sind nun mit den Überresten der Kabel bedeckt; die Ukraine kopierte die Technologie. Bislang werden sie mit Netzen und bei Sichtung mit Abfangdrohnen oder Gewehren abgewehrt.