Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Russische Raketenangriffe auf Kiew

Von C. Siemer, T. Schibilla, M. Lattemann, J. Hartung, C. Cöln, N. Müller, A. Janzen, T. Wanhoff, M. Küper, M. Kloft, S. Cleven, D. Schafbuch

Aktualisiert am 16.08.2026 – 02:59 UhrLesedauer: 24 Min.

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Die Ukraine schlägt erneut mit Flamingo-Marschflugkörpern zu. Der Kreml reagiert auf die neuerliche Spritkrise in Russland. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Russische Raketenangriffe auf Kiew

Russland greift die ukrainische Hauptstadt Kiew erneut mit ballistischen Raketen an. Es gebe Explosionen in der Stadt, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko in der Nacht auf der Plattform Telegram. Er forderte die Einwohner der Millionenstadt auf, in ihren Schutzräumen zu bleiben. In zwei Stadtbezirken gebe es Brände, die Feuerwehr sei vor Ort.

Die ukrainische Luftwaffe berichtete auf Telegram zudem von Angriffen mit Raketen, Gleitbomben und Drohnen auf andere Landesteile.

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Drohnenangriffe, Sprengstoffattentate: Deutschland wird seit Beginn des Ukraine-Kriegs immer öfter zum Ziel russischer Angriffe. Kann aus einem hybriden Konflikt ein konventioneller Krieg werden? Lesen Sie unser Experten-Interview hier.

Moskau kritisiert Waffengeschäft für Kiew

Mit deutlicher Verärgerung hat Moskau auf ein türkisch-amerikanisches Waffengeschäft für die Ukraine reagiert. Dies werde nur „das Ende des Kiewer Regimes hinauszögern“, sagte Russlands Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Die Behörden der USA und der Türkei hätten damit „eine weitere Büchse der Pandora geöffnet“, wurde sie von der Staatsagentur Tass zitiert.

Vor knapp einer Woche war aus einer Mitteilung des US-Außenministeriums an den Kongress ein größerer Waffenkauf der Ukraine in der Türkei bekannt geworden. Kiew kauft demnach ein größeres Paket mit US-produzierten Artilleriewaffen, das auch 70 Raketen des Typs ATACMS umfasst. Zu dem Geschäft – das ausschließlich Waffen älterer Bauart umfasst – gehören weiter zwölf Mehrfachraketenwerfer M270, mehr als 2.500 Artillerieraketen vom Kaliber 227 Millimeter mit Streumunition sowie 47.000 Artilleriegranaten 203 Millimeter mit Streumunition.

imago images 0305944076Vergrößern des BildesRaketenwerfer vom Typ M270 feuert eine ATACMS-Rakete ab: Unter anderem dieses Waffenpaket soll die Ukraine aus der Türkei erhalten. (Quelle: IMAGO/U.S. Army / Avalon/imago)

Demnach befürwortet die US-Regierung das Geschäft im Umfang von 283 Millionen US-Dollar (245 Millionen Euro). Es gilt als genehmigt, wenn US-Senat und Repräsentantenhaus nicht binnen 30 Tagen widersprechen. Die russischen Streitkräfte haben sich nach Erkenntnissen Kiews zuletzt mit ballistischen Raketen aus Nordkorea verstärkt. Mindestens zwei dieser Raketen wurden bereits gegen die Ukraine eingesetzt.

Ukraine trifft strategisch wichtige Raketenfabrik mit Flamingos

Das ukrainische Militär hat das Raketen- und Raumfahrtzentrum RKZ Progress im russischen Samara angegriffen. Flamingo-Marschflugkörper hätten die rund 900 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernte Raketenfabrik in der gleichnamigen Region getroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Samstag auf Telegram mit.