Gegründet 1880

Dieser Dresdner Laden hält einen ganz besonderen Rekord

Aktualisiert am 16.08.2026 – 05:57 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der Verkaufsraum von Pfunds Molkerei in Dresden (Archivbild): Gestaltet wurde der Raum in den Jahren 1891 und 1892. (Quelle: Sylvio Dittrich via www.imago-images.de/imago)

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Pfunds Molkerei in Dresden ist kein gewöhnlicher Käseladen. Das prächtige Geschäft in der Bautzner Straße steht im Guinness Buch der Rekorde.

Mitten in der Dresdner Neustadt liegt ein Ort, der wie aus der Zeit gefallen scheint: Pfunds Molkerei. Der Verkaufsraum in der Bautzner Straße 79 erinnert eher an ein Museum als an einen Laden. Wände, Decke, Boden – alles ist überzogen mit handbemalten Fliesen im Stil der Neorenaissance, gefertigt von der Dresdner Steingutfabrik Villeroy & Boch.

Für das Erscheinungsbild wurde der Laden 1998 ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen – als „schönster Milchladen der Welt“.

imago images 103439179Vergrößern des BildesPfunds Molkerei in Dresden (Archivbild): Der Verkaufsraum ist mit handbemalten Fliesen überzogen. (Quelle: Sylvio Dittrich via www.imago-images.de/imago)

1880: Brüder Pfund gründen die Molkerei

Die Geschichte der Molkerei beginnt im Jahr 1880. Damals gründete Paul Gustav Leander Pfund das Unternehmen, unterstützt von seinem Bruder Friedrich. Ziel war es, hygienisch einwandfreie Milchprodukte für die Stadtbevölkerung herzustellen.

In einer Zeit, in der Milch noch oft direkt nach dem Melken in offenen Eimern verkauft wurde, war das ein Fortschritt. Der prachtvolle Verkaufsraum entstand wenige Jahre später – von 1891 bis 1892 – und blieb über Kriege und Systemwechsel hinweg erhalten.

Käseplatten, Landmilch und Butter aus der Region

Heute wird hier keine Milch mehr verarbeitet, doch das Traditionsgeschäft gibt es weiter. Besucher können Käseplatten, Landmilch, Butter und zahlreiche Spezialitäten kaufen, die überwiegend aus sächsischen Betrieben stammen.

imago images 168362399Vergrößern des BildesDie Traditionsmolkerei im Jahr 1995 (Archivbild): Fünf Jahre lang wurde der Verkaufsraum restauriert. (Quelle: IMAGO/xSZ/GunterxHübnerxx/imago)

Der Fokus liegt auf Regionalität und Qualität. Wer mag, lässt sich vor Ort beraten oder probiert sich durch verschiedene Sorten – auch Wein und Feinkost gehören inzwischen zum Sortiment.

Ein zweiter Ladenbereich bietet seit einiger Zeit zusätzlich kleine Kuriositäten aus der DDR sowie regionale Produkte und Geschenke. Auch Veranstaltungen wie Käseverkostungen oder Führungen durch die Geschichte der Molkerei finden gelegentlich statt, Informationen dazu gibt es auf der Webseite des Hauses.