Gesundheit im Alter
Stand: 16.08.2026 10:00 Uhr
In wenigen Tagen feiert Annelies Lippmann ihren 100. Geburtstag. Die Dresdnerin geht trotzdem jede Woche zum Seniorensport. Damit ist sie die mit Abstand Älteste in ihrer Trainingsgruppe.

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Montagmittag ist für Annelies Lippmann Sportzeit. Seit 16 Jahren kommt sie regelmäßig zum Dresdner Verein KSB Gesundheitssport. Dass sie am 23. August 100 Jahre alt wird, ist in ihrer Trainingsgruppe zwar Gesprächsthema, auf die Übungen hat es aber keinen Einfluss. Bewegung begleitet Lippmann schon ihr ganzes Leben. „Ich habe immer gesportelt. Und wenn mal kein Trianing ist, das fehlt“, sagte sie MDR SACHSEN.
Das ist die Lebensfreude und auch dieser Optimismus, den sie an den Tag legt und das auch überschwappen lässt auf sämtliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen.
Ivo Ullmann | Sporttherapeut

Seit Kindesbeinen an liebt die fast 100 Jahre alte Annelies Lippmann Bewegung.
Vorbild für die Jüngeren
In der Sportgruppe trainiert die Seniorin mit Menschen, die deutlich jünger sind als sie. Die anderen sind zwischen Mitte 60 und 91 Jahre alt. Sporttherapeut Ivo Ullmann erlebt die fast 100-Jährige als Vorbild für die ganze Gruppe. Davon, dass sie bald 100 Jahre alt wird, merke er nichts. Sie sei eher wie eine „rüstige 80erin“. Das Alter spiele bei ihr keine Rolle. „Das ist die Lebensfreude und auch dieser Optimismus, den sie an den Tag legt und das auch überschwappen lässt auf sämtliche Teilnehmer und Teilnehmerinnen.“
Bewegung gehört zum Alltag
Als Kind hat Annelies Lippmann geturnt, später war sie ihr ganzes Leben lang immer irgendwie in Bewegung. „Mir tut das gut“, sagt sie. Die frühere kaufmännische Angestellte verfolgt jede Übung aufmerksam und macht bei Becken- und Mobilisationsübungen ebenso mit wie beim lockeren Kreisen der Gelenke. Auf Bewegung möchte sie nicht verzichten. „Mir fehlt das, wenn ich den Sport nicht mach. Da merke ich gleich, dass der Rücken eben auch nicht mehr mitmacht.“
Dass sie ihren Alltag noch selbstständig bewältigen kann, führt sie auch auf ihre Aktivität zurück. „Ich brauche noch niemanden. Ich kann mich noch selber versorgen. Und das ist schon was wert.“ Für sie steht deshalb fest: Auch nach dem 100. Geburtstag heißt es weiter jeden Montag „Sport frei“.
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MDR (kav/sre)