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Herzlich Willkommen im Fortuna-Intrigantenstadl! Denn was Düsseldorf bei der Heim-Schande gegen Hoffenheim II (0:2) auf dem Platz abgeliefert hat, ist das Spiegelbild dessen, was gerade schon wieder abseits des Feldes passiert. Und wieder fragt man sich: Wie soll es eigentlich gut laufen, wenn man in einem derart toxischen Umfeld arbeiten muss?
BILD hatte vor dem zweiten Saisonspiel bereits angedeutet, dass es unmittelbar nach der Mannheim-Pleite (1:2) von Fortuna Düsseldorf schon zu unschönen Szenen im VIP-Raum gekommen war, die zeigen, wie groß die Nervosität gerade im Aufsichtsrat ist. Dabei handelt es sich um wilde Vorwürfe gegen Mitarbeiter des Klubs, die lautstark vor mehreren Zeugen vorgetragen worden und für sehr große Verwunderung sorgten. Was noch schlimmer ist, ist aber das, was gerade schon wieder im Stillen passiert.
Fortuna-Bosse stemmen sich gegen Ende-Kritik
Es ist bekannt, dass Teile des Aufsichtsrats nicht damit einverstanden waren, dass Alexander Ende (46) kurz vor dem Ende der Abstiegs-Saison für Markus Anfang (52) übernommen hat und nicht Friedhelm Funkel (72). Diese Leute haben nach dem Abstieg in die 3. Liga an mehreren Stellen hinter vorgehaltener Hand nochmal positioniert, dass Ex-Manager Sven Mislintat (53) die falsche Entscheidung getroffen habe.
Genau diese Funkel-Fraktion sägt nun ganz gewaltig an Ende – und das nicht erst seit der Hoffenheim-Pleite, sondern schon seit der Mannheim-Niederlage. Nach EINEM Spiel wird dort nicht über Endes Entscheidungen diskutiert, sondern hinterm Rücken gegen ihn geschossen und (unterschwellig) sein Aus gefordert. Nach BILD-Informationen ist das auch bei allen Verantwortlichen angekommen, die diese Anti-Stimmung fassungslos zur Kenntnis nahmen.

Teile des Aufsichtsrats hätten sich Friedhelm Funkel (72) wieder als Fortuna-Trainer gewünscht
Foto: picture alliance/firo Sportphoto
Sogar WÄHREND der Partie gegen Hoffenheim verbreitete sich das Gerücht, Ende würde fliegen, wenn es eine weitere Pleite gibt – auch das kam ursprünglich aus dieser Ecke. Dazu wurden vermeintliche Interna aus der Kabine in Umlauf gebracht, um die Anti-Stimmung gegen den Anfang-Nachfolger weiter anzuheizen.
Fakt ist aber: Nach BILD-Informationen wird Ende Trainer bleiben! Der Frust im Klub ist zwar riesig, in erster Linie richtet er sich aber gegen die Mannschaft, die den ganzen Verein schon wieder im Stich gelassen hat – nur diesmal in anderer Besetzung als in der letzten Saison.
Diese Spieler können einem aber eigentlich nur leidtun. Denn stellen Sie sich mal vor, Sie sind Mitarbeiter in einem Unternehmen, in dem bei der ersten Gelegenheit „von oben“ eine derart giftige Stimmung verbreitet wird. Natürlich hat auch Ende seinen Anteil am Fehlstart und vorher die Rettung nicht geschafft, aber soll ernsthaft ein Trainerwechsel nach zwei Spielen mitten in einem Komplett-Umbruch die Lösung sein?
Fortuna steckt wieder in der Krise und sie macht gerade da weiter, wo sie in der letzten Saison aufgehört hat – es hilft aber überhaupt nicht, wenn Leute, die für diesen Verein (wenn auch ehrenamtlich) arbeiten, gegen diejenigen pesten, die daran arbeiten, dass sich endlich wieder etwas ändert.