Die Caritas hat ihren langjährigen Wirtschafts- und Verwaltungsleiter des Regionalverbands Kreis Viersen in den Ruhestand verabschiedet. Diözesancaritasdirektor Stephan Jentgens verlieh Hubert Selke das Goldene Ehrenzeichen während einer Abschiedsfeier mit Weggefährten und Mitarbeitenden im Haus der Caritas in Viersen.

Die beiden kennen sich aus Selkes früherer Tätigkeit im Bundesamt der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg in Neuss, deren Bundesvorsitzender Jentgens war. Bei den Pfadfindern seien ja Schnitzeljagden sehr beliebt, sagte Jentgens: Am Ende einer Schnitzeljagd befinde sich ein Kreis mit einem Punkt in der Mitte. Dieser Punkt zeige an, sagte Jentgens: „Ich habe meine Aufgabe erfüllt und gehe nach Hause. Das ist heute.“

Hubert Selke kam im Mai 2011 als Wirtschafts- und Verwaltungsleiter zum regionalen Caritasverband, der im Kreis Viersen mehr als 30 Dienste und Einrichtungen unterhält und rund 570 hauptamtliche Mitarbeitende beschäftigt. 2018 wurde er zum „besonderen Vertreter nach § 30 BGB“ bestellt – damit durfte er den hauptamtlichen Vorstand bei Abwesenheit in festgelegten Aufgaben vertreten.

Nun beginnt für den 62-Jährigen die Freizeitphase der Altersteilzeit. Zu seiner Nachfolgerin im Bereich Finanzen und Controlling wurde Tünde Quill ernannt. Die Betriebswirtin und Bilanzbuchhalterin begann im April 2022 als kaufmännische Assistentin im Bereich Wirtschaft und Verwaltung, dessen stellvertretende Leiterin sie 2025 wurde. Den bis vor einiger Zeit ebenfalls von Hubert Selke verantworteten Bereich des Personalwesens und der Personalentwicklung leitet Leonie Grothe-Jansen. Beide sind ebenfalls „besondere Vertreterinnen“ des Caritasverbands.

Gewissenhaft, fleißig, zuverlässig, sparsam, pünktlich und bescheiden – so beschrieben die Caritasvorstände Christian Schrödter und Ulrich Krause ihren bisherigen Kollegen aus dem Führungskreis. „Du hast nie vergessen, dass hinter jeder Zahl Menschen stehen“, sagten sie. Das sah auch Harald Jansen so: Hubert Selke habe sich um den Caritasverband verdient gemacht, erklärte der ehemalige Vorsitzende des Caritasrats – die beiden arbeiteten viele Jahre zusammen.

Er gehe „mit ganz großer Dankbarkeit“, sagte der scheidende Wirtschafts- und Verwaltungsleiter: „Was zurückbleibt, sind die Menschen und die Begegnungen.“ Nun freut sich Selke auf schöne Wanderungen, viel Bewegung, interessante Reisen mit seiner Frau Anette und regelmäßige Stadionbesuche bei der von ihm geliebten Mönchengladbacher Borussia.