Das mit Spannung erwartete Südwest-Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC konnte den hohen Erwartungen überwiegend gerecht werden, auch wenn am Ende ein schiedlich-friedliches 0:0 sicher keinen der beiden Traditionsklubs vollends zufrieden stimmte. Die spielerisch ansehnliche Nullnummer vor ausverkauftem Haus auf dem „Betze“ soll aber keinesfalls darüber hinwegtäuschen, dass es hinter den Kulissen ordentlich schepperte.

KSC-Trainer Maximilian Senft (r.) ging den FCK im Vorfeld des Derbys scharf an.

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KSC-Trainer Maximilian Senft (r.) ging den FCK im Vorfeld des Derbys scharf an.
Foto: Michaela Anderer

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KSC-Trainer Maximilian Senft (r.) ging den FCK im Vorfeld des Derbys scharf an.
Foto: Michaela Anderer

In den Interviews mit „sky sport“ nach dem Spiel kochten die Emotionen nämlich sporadisch nochmal so richtig hoch. Sowohl FCK-Coach Torsten Lieberknecht als auch sein gewohnt bissiger Kapitän Marlon Ritter zeigten sich zwar insgesamt zufrieden mit dem Auftritt vor heimischem Publikum, doch einige Aussagen vonseiten des KSC im Vorfeld des Spiels stießen den beiden sehr sauer auf.

Gegenseitiger Respekt trotz großer Rivalität

Worum ging es genau? KSC-Coach Maximilian Senft hatte auf der Pressekonferenz vor dem Spiel behauptet, dass die Spieler des FCK ganz schnell zu Boden gingen, eigentlich ohne jeglichen Kontakt und dabei seine Hoffnung geäußert, dass sich das Schiedsrichtergespann des Derbys rund um Richard Hempel diese Situationen sehr genau anschauen sollten. Diese Aussage gefiel den Lauterern selbstredend überhaupt nicht, woraufhin die „Roten Teufel“ gegen ihre blau-weißen Erzrivalen aus dem Badischen zurückfeuerten.

FCK-Coach Torsten Lieberknecht war mit einigen Aussagen seines Trainerkollegen aus Karlsruhe nicht einverstanden. (Archivbild)

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FCK-Coach Torsten Lieberknecht war mit einigen Aussagen seines Trainerkollegen aus Karlsruhe nicht einverstanden. (Archivbild)
Foto: Silas Schueller/DeFodi Images/DeFodi Images/dpa

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FCK-Coach Torsten Lieberknecht war mit einigen Aussagen seines Trainerkollegen aus Karlsruhe nicht einverstanden. (Archivbild)
Foto: Silas Schueller/DeFodi Images/DeFodi Images/dpa

„Wir hatten schon echt viele Derbys“, stellte FCK-Spielführer Ritter in der Mixed Zone fest. „Aber dass einer schon vor dem Derby rumgeheult und sich in die Hose gekackt hat, das hatten wir auch noch nicht.“ Der 31-Jährige war nach dem Spiel jedoch realistisch genug und zollte dem KSC Respekt für seine mutige Art Fußball zu spielen. Karlsruhe sei keine schlechte Mannschaft mit guten Einzelspielern, musste sich Ritter vor laufender Kamera immerhin eingestehen.

Trainer sehen gerechtes Remis mit Luft nach oben

Lieberknecht zeigte sich in der Wortwahl zwar etwas zurückhaltender als sein Kapitän, gab dem KSC-Trainer aber ebenfalls einen kleinen Seitenhieb mit auf den Heimweg: „Es war für den Schiedsrichter mit Sicherheit kein einfaches Spiel – auch mit den Aussagen, die mein Trainerkollege vor dem Spiel getätigt hat, die an den Haaren herbeigezogen sind. Deswegen hat er das wirklich in beide Richtungen super gemacht, super gehandelt. Da gebührt ihm ein großes Lob.“

„Im Derby darfst du eine Sache nicht: es verlieren. Und das ist das Wichtigste, dass wir, seit ich hier bin, in drei Spielen gegen den KSC zweimal gewonnen haben, verdient gewonnen haben und heute, wie ich finde, ein gerechtes Unentschieden gesehen haben“, zog der gebürtige Pfälzer Übungsleiter ein versöhnliches Fazit nach dem spannungsgeladenen Abend.