Zwei Roboter sollen nun Habseligkeiten aus dem einsturzgefährdeten Wohnhaus in der Hamburger Holstenstraße holen. Mehr als ein Kilo Gewicht schaffen sie aber nicht.

16. August 2026, 17:37 Uhr

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Artikelzusammenfassung

Ein einsturzgefährdetes Hamburger Wohnhaus wird gerade zum unwirklichen Testlabor für Rettung per Robodog. Ende Juli mussten die Bewohner der Holstenstraße 197 nach dem Urteil eines Statikers binnen zehn Minuten raus, seitdem sitzen sie in Hotels oder auf Sofas von Freunden fest, während im bereits abgerissenen Hinterhaus Möbel, Kleidung und Papiere vom Bagger gleich mit entsorgt wurden – ein bitteres Lehrstück darüber, wie brutal Baukrisen in den Alltag schneiden. Weil bis zur finalen Einschätzung niemand hinter den Bauzaun darf, hat der Hamburger Unternehmer Manzor Aluko nun zwei sonst eher aus Messehallen und Gastro bekannten Geräte gecastet: einen kamerabestückten Unitree Go2 zur Lageerkundung und den Greifarm-Roboter Dobot X1, der Dokumente, Schallplatten oder Arbeitskleidung bergen soll. Das klingt nach Zukunft zum Anfassen, hat aber ein paar harte Bugs: mehr als ein Kilo hebt der Roboter nicht, hohe Regale, Schutt, fragile Objekte oder eine geliebte Pflanze bleiben vorerst außerhalb seines Use-Cases, und wenn während der Mission Teile des Hauses kollabieren, trägt Alukos Firma den Schaden mangels Versicherung selbst. Trotzdem will er den Versuch wagen – auch als Feldtest für neue Einsatzszenarien – sofern erst der Schutt im Treppenhaus geräumt wird und das Bezirksamt Altona grünes Licht gibt; angepeilter Start ist der 17. August.

Diese Zusammenfassung wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt. Vereinzelt kann es dabei zu Fehlern kommen.

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Einsturzgefährdetes Haus in Hamburg: Das Haus in der Holstenstraße 197 in Hamburg dürfen gerade keine Menschen betreten, es herrscht akute Einsturzgefahr. Nun ist die Hoffnung, dass Manzor Alukos Roboter manche Dinge aus den Wohnungen bergen können.

Das Haus in der Holstenstraße 197 in Hamburg dürfen gerade keine Menschen betreten, es herrscht akute Einsturzgefahr. Nun ist die Hoffnung, dass Manzor Alukos Roboter manche Dinge aus den Wohnungen bergen können.

© Paul Dittmann für DIE ZEIT

Wie rettet man wichtige Gegenstände aus einem Haus, das jederzeit zusammenbrechen könnte? Diese Frage beschäftigt gerade viele Menschen in Hamburg. Ende Juli nämlich urteilte ein Statiker: Das Mehrfamilienhaus in der Holstenstraße 197 ist akut einsturzgefährdet. Er ordnete eine sofortige Evakuierung aller Wohnungen an. Den Bewohnerinnen und Bewohnern blieben nur zehn Minuten, um ein paar Sachen zu packen. Seither leben sie in Hotels oder bei Freunden – und vermissen viele Dinge aus ihrem Zuhause.

Wie es zu den »massiven statischen Verschiebungen«, wie die Feuerwehr es nennt, kommen konnte, muss noch geklärt werden. Das Hinterhaus der Holstenstraße 197 aber wurde bereits abgerissen – die Möbel, Klamotten und Dokumente darin zerstörte der Bagger. Ob das Vorderhaus und die Gebäude links und rechts davon gerettet oder zumindest zeitweise so abgesichert werden können, damit Menschen schnell hineinkönnen, um Kleidung oder Dokumente zu bergen, ist noch unklar. Bis Statiker die Gefahr final eingeschätzt haben, darf kein Mensch hinter den Bauzaun.