Bielefeld. Der neue Biergarten auf dem Arminia-Gelände erlebte einen sehr fröhlichen Saisonauftakt. Viele Fans waren extra zur früheren Stadionöffnung eingetroffen, um es sich unter dem großen Sonnen- und Wetterdach bei Bier und Bratwurst gemütlich zu machen, bevor die große „Johnny-Grodowski-Show“ auf dem heiligen Rasen der Alm beginnen konnte.
Rund 1.000 Stadionbesucher finden unter dem Membrandach des Arminia-Biergartens Schutz vor Sonne, Wind und Wetter. Vor allem Letzteres hatte die Planer rund um die Schüco-Arena umgetrieben, weil bei schlechtem Wetter bisher alle Schutz unter den Tribünendächern suchen. Das führte zu reichlich Gedrängel vor den Auf- und Abgängen und damit auch zu Sicherheitsbedenken.
Pünktlich zum Heimspielauftakt gegen Energie Cottbus war der XXL-Biergarten mit den vielsagenden Versorgungsstationen „Jörg’s Bude“, „Kuster’s Krug“, „Hain-Schank“ und „König Artur’s“ fertig. „Es ist hier ganz schön laut“, klagt eine Fangruppe, die pünktlich um 11.32 Uhr die Sicherheitskontrolle hinter sich brachte, um einen schönen Tisch zu ergattern. Eine Unterhaltung sei durch den Hall schwierig. Positiv: Unter dem hohen Dach sei es an jenem heißen Sommertag angenehm kühl.
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Der neue Biergarten auf dem Julius-Hesse-Platz war zum Heimspielauftakt sofort voll besetzt.
| © Sarah Jonek
Es hallt unterm Dach, die Sitzgelegenheiten sind sehr willkommen
Deutlich positiver sehen Ulrike und Frank Bongaertz, Hannes Dittrich, Oliver Taylor sowie Luca und Jörg Pollmeier vom inzwischen 45 Jahre alten Fanclub „Holschken Stromberg“ (nach eigener Aussage der drittälteste Arminia-Fanclub) die neue Option vorm Stadion: „Endlich gibt es hier auch Sitzplätze“, sagt Jörg Pollmeier und prostet seinen Clubmitgliedern zu, nachdem sie einige der 300 Sitzplätze ergattert haben. „Das haben die hier schön gemacht“.
In einem sind sich alle Fans einig: Für das vorherige Treffen auf dem Siggi, am Schloßhofteich oder anderen einschlägigen Fantreffs wird der neue Biergarten sicherlich keine Konkurrenz sein. Aber es scheint eben nicht immer die Sonne. „Dann sind wir froh, dass wir hier nicht mehr pitschnass werden“, sagt ein Mann in der Schlange vor dem Getränkestand: Das Bier kostet diese Saison übrigens 5,30 Euro, wer ein Mass bestellt (ein Liter Bier) zahlt 10,20 Euro.
Auf dieser Leinwand könnten in Zukunft auch Auswärtsspiele der Arminia übertragen werden, wenn die dafür nötige Genehmigung vorliegt.
| © Jens Reichenbach
Arminia denkt übrigens über zusätzliche Veranstaltungen, Übertragungen von Auswärtsspielen und andere Nutzungen des Biergartens nach.

