1. FC Wülfrath – MSV Duisburg. Für die Fußballer des 1. FC Wülfrath steht der erste Höhepunkt in dieser Saison bereits am Dienstag, 25. August an. Dann empfängt der Landesliga-Absteiger in der ersten Runde des Niederrheinpokals den ambitionierten Drittligisten MSV Duisburg. Eine Herausforderung, auf die sich Chefcoach Joscha Weber und sein Trainerteam freuen.
Mit den Duisburgern kommt eine Mannschaft, die unter dem Dach des Deutschen Fußballbundes am Spielbetrieb teilnimmt. Deshalb gelten besondere Sicherheitsauflagen auch für das Pokalduell gegen den Wülfrather Bezirksligisten. An die Abgabe des Heimrechts verschwendet der Klub jedoch keinen Gedanken. „Die Spieler freuen sich darauf und als Verein sagt man, das sind schon einmalige Erlebnisse“, erklärt Michaela Massenberg. Die 2. Vorsitzende des 1. FCW berichtet von intensiven Gesprächen mit der Stadt, um die Partie im heimischen Lhoist Sportpark über die Bühne zu bringen. „Wir müssten in mehreren Bereichen Sicherheitszäune aufbauen. Die Stadt hat sich sehr bemüht, Lösungen zu finden, wollte die Absperrung mit Bauzäunen realisieren, doch weil die Anlage nach unten offen ist, wäre es sehr schwierig geworden“, erläutert Massenberg und ergänzt mit Blick auf die Kosten: „Minimum 70 professionelle Ordner wären vorgeschrieben gewesen. Wir haben gar nicht so viele Zuschauer, aber Duisburg hat da eine ganz andere Fanszene. Ein solcher Gegner ist für einen Amateurverein natürlich eine großartige Chance, zugleich aber auch ein finanzielles Wagnis.“
Wie so oft liegt die Lösung für das Problem ganz nah. Die Wülfrather weichen für das Pokalspiel in die IMS Arena nach Velbert aus. Dort ist Oberligist SSVg, gerade erst aus der Regionalliga abgestiegen, zu Hause. Das Stadion bietet einen professionellen Rahmen für den regionalen und überregionalen Sport. Rund 3000 Zuschauer sind hier möglich auf der überdachten Haupttribüne mit Sitzplätzen und den Stehplatzbereichen. „Wir hoffen, dass nicht nur unsere Anhänger kommen, sondern auch Fans aus der Region, die einfach mal Drittliga-Fußball hautnah erleben wollen“, sagt Michaela Massenberg und bestätigt: „Wenn rund 1000 Zuschauer kommen, gehen wir mit plus/minus null raus, also ohne Gewinn, aber auch ohne Verlust.“
Unterstützung findet der Wülfrather Vorstand bei den Velberter Kulturlöwen, die dem Nachbarn bei der Stadionmiete etwas entgegenkommen. Und über die SSVg als Hauptnutzer läuft das Catering. „Das ist einfach eine logistische Sache. Die haben etwas mehr Erfahrung und viele Sachen vor Ort“, freut sich Michaela Massenberg über die Hilfe. Denn der FCW-Vorstand muss unter anderem auch das ungewohnt hohe Interesse von Medienvertretern an diesem Pokalduell managen. „Wir brauchen Stromkabel und anderes für die Presse, Parkplätze müssen abgesperrt werden“, erzählt Massenberg von vielen Dingen, die abseits vom Ticketverkauf und dem Catering zu bewältigen sind. Doch die 2. Vorsitzende unterstreicht: „Der Aufwand lohnt sich. Für unsere Spieler ist es ein absolutes Highlight, gegen einen Drittligisten antreten zu dürfen, der zudem noch eine außergewöhnliche Fanbase hat. Und auch für den gesamten Verein bietet sich die einmalige Gelegenheit, Profifußball hautnah zu erleben. Ein ganz herzliches Dankeschön geht an den MSV Duisburg, der uns bei vielen offenen Fragen jederzeit freundlich, unkompliziert und hilfsbereit unterstützt hat.“