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Köln – Ein deutscher Bau-Gigant ist insolvent. Bei der Pandion-Gruppe bangen rund 160 Mitarbeiter um ihre Jobs. Das Unternehmen aus Köln betreibt Großbaustellen in ganz Deutschland. Viele beschäftigt jetzt auch die Frage, was mit den laufenden Projekten passiert.
Anfang dieser Woche, am 10. August 2026, meldete die Pandion AG Insolvenz an und beantragte ein Verfahren in Eigenverwaltung. Neben dem Mutterkonzern sind auch fünf weitere Gesellschaften mit den Schwerpunkten Immobilien, Vertrieb, Design, Projektmanagement und Ingenieurwesen betroffen. Auch für sie wurden entsprechende Anträge gestellt.
Fünf weitere Unternehmen pleite
Diese folgenden Gesellschaften sind neben der Pandion AG von der Pleite betroffen:
- Pandion Real Estate GmbH
- Pandion Vertriebsgesellschaft mbH
- Pandion Design GmbH
- Pandion Projektmanagement GmbH
- Pandion Engineering GmbH

Die Pandion AG plant, realisiert und vertreibt Wohn- und Gewerbeprojekte in ganz Deutschland, wie hier in München
Foto: IMAGO/Wolfgang Maria Weber
Es geht um einen Milliarden-Umsatz
Die Pandion AG mit Hauptsitz im KölnTurm direkt am Mediapark-See befasst sich mit der Entwicklung, Realisierung und dem Vertrieb von Wohn- und Gewerbeprojekten. Seit 2002 entwickelt das Immobilienunternehmen Grundstücke an seinem Hauptstandort in Köln sowie in Bonn, Düsseldorf, München, Berlin und Stuttgart. Bundesweit ist es aktuell an der Planung und dem Bau von rund 3800 Wohnungen und rund 200.000 Quadratmetern Bürofläche beteiligt. Der Umsatz für aktuelle Projekte beträgt Unternehmensangaben zufolge insgesamt mehr als 4,8 Milliarden Euro, davon rund 3,2 Milliarden Euro im Segment Wohnen.

Auch an diesem Rohbau prangte 2012 in München riesig der Schriftzug des Bauunternehmens
Foto: picture alliance/Sueddeutsche Zeitung Photo
Was das Unternehmen zur Insolvenz sagt
Als Grund für den Insolvenzantrag des Unternehmens und der zugehörigen Tochtergesellschaften nennt die Gruppe anhaltende Liquiditätsprobleme. Sie hätten sich seit einigen Wochen abgezeichnet und trotz intensiver Bemühungen nicht behoben werden können. In einer Mitteilung heißt es: „Mit der Eigenverwaltung verfolgt Pandion das Ziel, den Geschäftsbetrieb fortzuführen und die bereits eingeleitete Restrukturierung innerhalb eines geordneten rechtlichen Rahmens konsequent umzusetzen.“ Auf diese Weise solle das Unternehmen langfristig saniert und stabilisiert werden.
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Der Geschäftsbetrieb soll während des Verfahrens fortgeführt werden. „Ziel ist es, die laufenden Projekte bestmöglich fortzuführen und gemeinsam mit den jeweiligen Projekt- und Finanzierungspartnern tragfähige Lösungen für die weitere Umsetzung zu entwickeln“, so das Unternehmen. Die Löhne und Gehälter der rund 160 Mitarbeiter seien vorerst für die Monate August, September und Oktober über eine Insolvenzgeldvorfinanzierung durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert.