Gruppenligist gelingt in Okriftel Wiedergutmachung +++ SKG 23 mit Kraftakt zum Sieg über Freie Turnerschaft +++ Germania-Sieg wird durch Platzverweis getrübt +++ Jan Leifermann erlöst SV Erbenheim.

von Hartmut Steindorf und Erik Bechtold · Gestern, 21:30 Uhr · 0 Leser

Am Donnerstag 1:6 beim FC Eddersheim II, am Sonntag gelang den Gruppenliga-Fußballern des SV Wiesbaden mit dem 3:1 in Okriftel die Wiedergutmachung.	Foto: Pia PfeiferAm Donnerstag 1:6 beim FC Eddersheim II, am Sonntag gelang den Gruppenliga-Fußballern des SV Wiesbaden mit dem 3:1 in Okriftel die Wiedergutmachung. Foto: Pia Pfeifer – Foto: Pia Pfeifer

Wiesbaden. Erstes Erfolgserlebnis für einen bis dato gebeutelten Wiesbadener Gruppenligisten: Die SKG 23 rang das bisherige Überraschungsteam der Freien Turnerschaft nach Rückstand und in Unterzahl noch mit 3:1 nieder. Dem SV Wiesbaden gelang nach einem 1:6 die sofortige Wiedergutmachung.

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SV Erbenheim – TSV Bleidenstadt 2:2 (1:1). – Jan Leifermann sorgte nach seiner Einwechslung per Kopf für den umjubelten Erbenheimer Ausgleich (88.). Anschließend hatte Endale allein vor SVE-Keeper Lion Karsten den Dreier für den TSV vor Augen. Kevin Calva Lopez bei der Heimelf sowie Mirco Paul bei den Gästen wurden jeweils besonders gelobt. Der erste Durchgang ging an die Gäste, nach der Pause steigerte sich Erbenheim in einer allerdings eher schwachen Partie. „Ein gerechtes Resultat“, resümierten SVE-Coach Pascal Bender und TSV-Sprecher Frank Kaufmann unisono.

Erbenheim: Karsten; Khosrovan, Michel, Basic, M. Leifermann, Schönleber, Kossmagk, Calva Lopez, Skonieczny, Mancini, Eberhardt (Aryaie, Simic, J. Leifermann, El Yadini, Arndt).

Bleidenstadt: Rick; Akdag, Webert, Schiffer, Golle, Rienhardt, Dedic, Westerwelle, Paul, Bellin, Anders (Mansoor Saeed, Endale). – Tore: 0:1 Akdag (3.), 1:1 Michel (27.), 1:2 Anders (70.), 2:2 J. Leifermann (86.).

SKG 23 Wiesbaden – Freie Turner Wiesbaden 3:1 (1:1). – Die Gäste mussten registrieren, dass die Bäume nach dem Aufstieg nicht in den Himmel wachsen: „Wir kamen nicht an unsere letzten Leistungen heran, hätten aber trotzdem punkten können“, ärgerte sich FTW-Coach Daniel Pollner über die unnötige Niederlage. Die SKG sah nach der Roten Karte gegen Luigi Riggio (15.) und dem kurz darauffolgenden 0:1 schon die Felle davonschwimmen. „Wir hatten den Fokus auf die Defensive gerichtet, standen hinten gut und konnten mit Kontern immer wieder Nadelstiche setzen“, war SKG-Trainer Schahin Samadi diesmal hochzufrieden. Mehmet Yildiz leitete mit zwei verwandelten Strafstößen den Umschwung ein, ein Kontertor in der Nachspielzeit ließ die Heimelf jubeln.

SKG Wiesbaden: Sghiouri; Kücük, Asghanpour, Ajmir Koochi, Riggio, Stefanov, Gombert, Yildiz, Smith, Kocak, Atanley (Presber, Trtovac, Dayan, Petrovic).

Freie Turner: Koubaa; Boujdad, Schmidt, Leistner, Arjoun, Derix, Jaatite, Jessegus, Johnson, Bidiwa, Kavira (Seyfi, Kasilmis, Tischer). – Tore: 0:1 Kavira (17.), 1:1, 2:1 Yildiz (35., 70.), 3:1 Trtovac (90.+3).

Germania Wiesbaden – VfR Limburg 07 3:0 (2:0). – Die Germanen haben sich an die neue Klasse gewöhnt, ließen gegen enttäuschende Gäste den Ball schön laufen. Stark in der Innenverteidigung Clinton Asante und Yama Afghanyar, ärgerlich die Rote Karte gegen den eingewechselten Sylvester Bonsu. „Der Junge wurde mehrfach gefoult, hatte sich dann nicht im Griff und schlug nach“, wollte Coach Stefan Kühne den Stab aber nicht über den Youngster brechen.

Germania: Hermans; Eskhita, Prebreza, Cal, Gür, Özbeyaz, Karatas, Heidemann, Asante, Tasdelen, Afghanyar (Bonsu, Fey, Hemerat). – Tore: 1:0, 3:0 Gür (8., 88.), 2:0 Karatas (42.).

Germania Okriftel – SV Wiesbaden 1:3 (0:1). – Schweres Spiel für die Gäste, die aufgrund des starken Kampfgeistes nicht unverdient die Zähler mitnahmen. „Nach dem 0:2 durch Pierre Massfeller hätten wir eigentlich den Kopf oben haben müssen, gaben aber der Heimelf damit Aufwind“, wunderte sich SVW-Sprecher Yildirim Sari. Denis Wieszolek hielt in der heißen Phase gegen Leonardo Goltz den Dreier fest.

SV Wiesbaden: Wieszolek; Osaka, Soumare, Fachinger, Bujnov, Khamal, Essahli, Stahl, Massfeller, Roubiou, Centeno (Ptak, Tabiri, Benikhlef). – Tore: 0:1 Osaka (8.), 0:2, 1:3 Massfeller (70., 87.), 1:2 De Sousa (79.).

SG Oberlahn – SG Orlen 4:2 (2:0). – Jetzt hat es auch die Taunussteiner erwischt: „Chancen waren vorhanden, wir hätten auch nach dem 3:2-Anschluss noch ausgleichen können“, empfand Wadim Arenkov die Orlener Vorstellung als gar nicht so schlecht. Orlen machte nach dem frühen Rückstand immer wieder Druck, musste sich jedoch auch mit etlichen gefährlichen Oberlahn-Kontern auseinandersetzen.

Orlen: Jung; Klische, Wegener, Hoffmann, G. De Rinaldis, Glombek, Boche, Knop, Menger, Mojahedi, Ott (Reil, Döring, Krienitz, Decker, F. De Rinaldis) – Tore: 1:0, 3:0 Bangert (3., 50.), 2:0 Cromm (21.), 3:1 G. De Rinaldis (65.), 3:2 Reil (82.), 4:2 Giese (88.).

Alemannia Nied – FC Bierstadt 2:2 (1:0). – Endlich ein Aufwärtstrend beim FCB: „Wir hatten nach dem Rückstand am Ende sogar den Sieg vor Augen“, trauerte René Keutmann den Gelegenheiten der eingewechselten Lloyd Silas und Hamza Dkhireche nach. Marc Krabler hatte beide Treffer von Janik Siebenkittel vorbereitet, nun hofft Keutmann im Heimspiel gegen Erbenheim auf den Befreiungsschlag.

Bierstadt: Woloszyn; Marcel Krabler, Bannor, Ceglie, Siebenkittel, Sousa de Brito, Abdulai, Götz, Marc Krabler, Mottura, Cuccurullo (Nickel, Berzin, Silas, Dkhireche, Wartenberg). – Tore: 1:0 Eigentor Götz (24.), 2:0 Wittenberg 855.), 2:1, 2:2 Siebenkittel (64., 68.).

FC Eddersheim II – Biebrich 02 II 10:0 (7:0). – „Eine beschämende Vorstellung“, konnte Gästetrainer Tobias Neumann nur den Mantel des Schweigens über sein Team schwingen. Bereits nach 20 Minuten hatte es sechsmal im Gehäuse der Blauen geklingelt, auch ein Rekord für die Gruppenliga. Marcel Sadat musste nach dem Aufwärmen passen, der erste Gegentreffer aus einer direkt verwandelten Ecke war Slapstick, zwei Elfmeter verschuldeten die Gäste, den eigenen verschoss Kapitän Niklas Stegmaier ganz schwach, da stand es allerdings schon 9:0.

Biebrich: Schollmayer; Engel, Zonenko, Adou, Stegmaier, Puchalla, Gros, Enön, Tarkutsiak, Frusteri, Reith (Sukhomlynov, Krnjaic, Sankoh, Legesse). – Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Fischer (5., 7., 9.), 4:0 Speck (17.), 5:0, 6:0 Neumann (19., 20.), 7:0 Eigentor 827.), 8:0 Cam (62.), 9:0 Crnoversanin (72.), 10:0 Dolmaz (90.).

„Ein Freistoß à la Ronaldo“

Den spielfreien Donnerstag nutzte Germania Weilbachs Trainer Nourdine Ajarar sinnvoll und nahm den heutigen Gegner, die SG Nassau Diedenbergen genau unter die Lupe. Somit sei nicht nur eine mentale, sondern auch eine taktische Vorbereitung auf das Spiel möglich gewesen. Die auf die Schwächen des Gegners angepasste Taktik habe die Mannschaft „super umgesetzt“, erzählt der Trainer. Nicht ohne Grund führte sein Team zum Ende der ersten Halbzeit schon mit 4:0.

Man of the Match war ohne Frage der 19-jährige Sebastian Knezevic, der sich mit drei Toren und einem Assist in den Vordergrund spielte. Hiroki Torinomi bediente Knezevic nach einem schnell gespielten Freistoß, und dieser vollendete nach einer Drehung zum 2:0. „Das hättest du sehen müssen, ein Freistoß à la Ronaldo“, waren die Worte von Trainer Ajarar zum sehenswerten Freistoßtor von Knezevic, der aus 30 Metern in den Winkel zum 4:0 verwandelte.

Kommenden Sonntag (15 Uhr) begrüßt Weilbach den FC Germania Okriftel. Auch dessen Schwächen hat Ajarar im Spiel gegen Diedenbergen analysieren können und hofft, dass sich seine Mannschaft durch das Ausspielen der eigenen Stärken und das Ausnutzen der gegnerischen Schwächen mit dem ersten Heimerfolg belohnen kann. Diedenbergen spielt bereits am Samstag (17:30 Uhr) gegen den VfR 07 Limburg, der nach vier Spielen mit nur einem Punkt dasteht.

Aufstellung Gast: J. Belosevic, C. Danzer, C. Hame, A. Kling, M. Abdellaoui, P. Fischer, O. Memelli, A. Müller, H. Torinomi, S. Knezevic

Tore: 0:1 (3.) O. Memelli, 0:2, 0:3, 0:4 (33., 38., 45+3.) S. Knezevic