Newsblog zu Waldbränden

„Häuser sofort verlassen“ – Evakuierung angeordnet

Aktualisiert am 17.08.2026 – 02:09 UhrLesedauer: 27 Min.

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Wegen eines großen Waldbrandes im Hohen Venn werden Teile von Monschau evakuiert. (Quelle: Max Lametz/dpa)

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Die Evakuierung im Westerwald ist vorerst aufgehoben worden. Dafür verschärft sich die Lage in anderen Bundesländern. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Waldbrand im Hohen Venn: 30 Anwohner in Monschau evakuiert

Von der angeordneten Evakuierung mehrerer Straßenzüge in der Eifelstadt Monschau infolge der nahen Waldbrände sind nach Angaben der Stadtverwaltung etwa 30 Menschen in 17 Häusern betroffen. Wegen des Großbrands im Naturschutzgebiet Hoher Venn sei dieser Schritt vorsorglich zum Schutz der Bevölkerung ergriffen worden. „Wenn der Wind dreht, haben wir auf jeden Fall eine starke Rauchbelastung“, sagte der Stellvertreter der Bürgermeisterin, Franz-Karl Boden.

Bei Westwind könnte es auch die Tendenz geben, dass sich das Feuer Richtung Osten ausbreitet. „Die Feuerwehr ist entsprechend aufgestellt“, erklärte Boden. Wenn die Flammen näherkommen sollten, könne die Feuerwehr reagieren. Die sofortige Evakuierung von zwei Straßenzügen am späten Sonntagabend sei „besser jetzt als mitten in der Nacht“, sagte Boden. In einer Schule in Simmerath wurde eine Notunterkunft für Betroffene eingerichtet.

„Wir haben im Moment überhaupt keine Anhaltspunkte für weitere Evakuierungen“, verdeutlichte Boden. Die weitere Entwicklung des Brandes im Hohen Venn wird fortlaufend bewertet, wie die Verwaltung des idyllischen Fachwerkstädtchens, das auch ein beliebtes Touristenziel ist, weiter mitteilte.

Brand im Hohen Venn: Evakuierung bei Monschau angeordnet

Wegen des enormen Waldbrandes im Hohen Venn haben die Behörden eine Evakuierung in Teilen der nordrhein-westfälischen Stadt Monschau angeordnet. „Die aktuelle Entwicklung des Brandgeschehens im Hohen Venn erfordert eine sofortige Evakuierung folgender Straßenzüge in Kalterherberg: Ruitzhof und Geisberg“, teilte die Stadt Monschau auf ihrer Internetseite mit. Die Häuser seien sofort zu verlassen, hieß es. Eine Notunterkunft sei in der Sekundarschule in Simmerath eingerichtet worden. Betroffen seien 17 Häuser und maximal 30 Menschen.

Im Osten Belgiens kämpfen Einsatzkräfte weiter gegen einen Großbrand im Naturschutzgebiet Hohes Venn. Besonders schwierig sind die Bedingungen wegen des vergleichsweise starken und ständig drehenden Windes, wie der belgische Innenminister Bernard Quintin dem Sender RTL am Sonntagabend sagte.

Der Wind sei völlig unberechenbar und drehe sich im Laufe eines einzigen Tages einmal um 360 Grad. In welche Richtung sich das Feuer ausbreite, sei daher nicht vorherzusagen. Am Sonntagabend zog der Brand demnach in Richtung Südsüdost. Rund 30 Quadratkilometer Fläche sind nach Angaben der Behörden mittlerweile zerstört. Das Feuer war am Freitag ausgebrochen.

Baden-Württemberg: Feuer breitet sich rasant aus – Warnung

Ein etwa zwei Hektar großer Waldbrand beim baden-württembergischen Schramberg breitet sich wegen starker Winde schnell aus. Mehr als 160 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Rottweil und Umgebung sind mit 32 Fahrzeugen im Einsatz. Wegen der Wetterlage und des starken Windes rechnen die Einsatzkräfte mit einer schnellen Ausbreitung des Brandes, wie die Feuerwehr mitteilt.