Die Artefakte sind im Kiewer Höhlenkloster ausgestellt. Foto: Reuters
Herr El-Enany besuchte gemeinsam mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj den Höhlenklosterkomplex Kiew-Petschersk anlässlich dessen 975-jährigen Bestehens. Beide Seiten erörterten die Stärkung des Schutzes historisch und kulturell bedeutender Stätten der Ukraine sowie die Förderung der Aufnahme weiterer ukrainischer Stätten in die UNESCO-Welterbeliste.
Das Kiewer Höhlenkloster ist eines der wichtigsten historischen und religiösen Symbole der Ukraine und wurde 1990 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Der Komplex wurde im Juni 2026 bei einem russischen Raketenangriff beschädigt und steht seit 2023 auf der Liste des gefährdeten Welterbes der UNESCO.
Während des Besuchs bekräftigte der Generaldirektor der UNESCO das Engagement der Organisation für den Schutz und die Restaurierung des Weltkulturerbes. Die UNESCO stellte 100.000 US-Dollar aus dem Welterbe-Nothilfefonds für Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung in Lavra bereit, während die Schweiz über die UNESCO 732.000 US-Dollar für die Notfallplanung des Wiederaufbaus und der Konsolidierung zusagte.
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In seiner Rede anlässlich des 975. Jahrestages der Gründung des Klosters betonte Präsident Selenskyj die dringende Notwendigkeit, die internationale Aufmerksamkeit, den Schutz und die Unterstützung für die Kulturerbestätten der Ukraine zu erhöhen, einschließlich derer, die sich auf Gebieten befinden, die derzeit von Russland kontrolliert werden.
„Die Bewahrung des kulturellen Erbes ist angesichts gezielter Angriffe eine besonders wichtige Aufgabe, um diese Werte für künftige Generationen zu sichern“, sagte Selenskyj.
Am 15. August unterzeichnete Präsident Selenskyj zudem ein Dekret, das die ukrainische Regierung anweist, einen Gesetzentwurf zum Schutz der nationalen Denkmäler des Landes auszuarbeiten. Laut Dekret muss der Gesetzentwurf vor dem ukrainischen Nationalfeiertag am 24. August fertiggestellt sein.
Das vorgeschlagene Dokument legt Kriterien für die Anerkennung eines Ortes als „Nationaldenkmal des ukrainischen Volkes“ fest, basierend auf seiner Bedeutung für das historische Gedächtnis, das spirituelle Leben, die Kultur und die politische Entwicklung des Landes.
Das Dekret fordert außerdem die Entwicklung zusätzlicher Maßnahmen zum Schutz besonders wertvoller Denkmäler vor den Auswirkungen von Konflikten. Die ukrainische Regierung strebt zudem die Aufnahme weiterer ukrainischer Denkmäler in die UNESCO-Welterbeliste an, um so ihre Möglichkeiten zur Mobilisierung internationaler Mittel für Erhaltung und Restaurierung zu erweitern.
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Selenskyj argumentierte, dass Kulturerbestätten nicht nur Bauwerke von historischem Wert, sondern auch Teil des Gedächtnisses und der Identität des ukrainischen Volkes seien. Daher habe Kiew den Schutz dieser Stätten im Kontext des andauernden Konflikts als dringende Aufgabe eingestuft.
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Quelle: https://hanoimoi.vn/unesco-va-ukraine-thuc-day-bao-ve-di-san-van-hoa-truc-tac-dong-cua-xung-dot-1216812.html