Die Europäische Union (EU) erwägt umfassende Reformen ihrer Tabaksteuerpolitik. Vorgeschlagen wird eine Erhöhung der Mindestverbrauchssteuer auf Zigaretten um 139 % sowie die erstmalige Anwendung einer gemeinsamen EU-weiten Mindeststeuer auf E-Zigaretten, Tabakerhitzer und Nikotinbeutel.

Dies ist der Hauptinhalt der von der Europäischen Kommission (EK) vorgeschlagenen Änderungen der Tabaksteuerrichtlinie (TTD), mit denen die geltenden Vorschriften angesichts der rasanten Entwicklung neuer Nikotinprodukte und Online-Marketingaktivitäten aktualisiert werden sollen.

Die EU-Kommission argumentiert, dass die derzeitigen Vorschriften zwar zu einem Rückgang der Zigarettenraucherquote beigetragen haben, aber mit der Verbreitung neuer Nikotinprodukte nicht Schritt gehalten haben.

Dem Vorschlag zufolge würde die EU ihr Rückverfolgbarkeitssystem für Tabakwaren auf Rohstoffe ausweiten und dadurch die Kontrollen des illegalen Handels verstärken. Die Anwendung eines gemeinsamen Mindeststeuersatzes soll die Preisunterschiede zwischen den Produkten verringern, gleichzeitig aber die Preise für Zigaretten und viele Nikotinersatzprodukte erhöhen.

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Aktuell rauchen noch immer rund 24 % der EU-Bevölkerung, wobei jährlich etwa 300 Milliarden Zigaretten konsumiert werden. Tabakbedingte Krankheiten verursachen in Europa jährlich rund 700.000 Todesfälle und verursachen Gesundheitskosten von etwa 25 Milliarden Euro.

Die EU-Kommission ist besonders besorgt über den Trend zur Nutzung neuer Nikotinprodukte unter Jugendlichen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwenden in Europa etwa 11,6 % der 13- bis 15-Jährigen Produkte wie E-Zigaretten, Tabakerhitzer oder Nikotinbeutel.

Obwohl einige Produkte als weniger schädlich als Zigaretten gelten, warnen Gesundheitsexperten davor, dass sie aufgrund des Vorhandenseins von süchtig machendem Nikotin und anderen schädlichen Substanzen dennoch Risiken bergen.

Der Vorschlag ist Teil des EU-Ziels, bis 2040 eine „tabakfreie Generation“ zu schaffen. Die Verordnung wird jedoch noch im Rat der EU verhandelt.

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Das Europäische Parlament (EP) hat diesen Vorschlag bei seiner Juni-Sitzung nicht formell angenommen, und damit er in Kraft treten kann, muss er die Zustimmung aller EU-Mitgliedstaaten erhalten.

Quelle: https://www.vietnamplus.vn/eu-de-xuat-tang-manh-thue-thuoc-la-siet-quan-ly-cac-san-pham-nicotine-post1130650.vnp